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Geschäfte bei Hugo Boss laufen besser als erwartet © AFP John MacDougall
© AFP John MacDougall

Redaktion 19.10.2021

Geschäfte bei Hugo Boss laufen besser als erwartet

Aktie im Höhenflug, Umsatzplus von 40 Prozent für 2021 erwartet.

METZINGEN. Der deutsche Modekonzern Hugo Boss hat die Coronakrise hinter sich gelassen und im dritten Quartal 2021 besser abgeschnitten als erwartet. Das stimmte den seit wenigen Monaten amtierenden Konzernlenker Daniel Grieder für das Gesamtjahr deutlich zuversichtlicher. Der ehemalige Tommy-Hilfiger-Chef peilt 2021 nun währungsbereinigt ein Umsatzplus von rund 40% statt der bisher erwarteten 30% an.

Das operative Ergebnis (EBIT) soll 175 bis 200 Mio. € erreichen statt 125 bis 175 Mio. €. Alle Regionen trügen zum Wachstum bei, so Grieder. Bei den Anlegern kam die Nachricht gut an: Die Aktie legte am Freitag in der Spitze um mehr als vier Prozent zu und markierte mit 54,92 € den höchsten Wert seit zwei Jahren.

Die weltweit in der Coronapandemie erlahmte Nachfrage nach neuer Kleidung oder Business-Outfits zog bei Boss in den Sommermonaten wieder kräftig an. So schnellte der Umsatz im dritten Quartal nach ersten Berechnungen währungsbereinigt um 40% auf 755 Mio. €. Damit übertraf der für seine Herrenanzüge bekannte Modekonzern das Vorkrisenniveau um sieben Prozent.

Rückenwind verliehen die Geschäfte in Europa und Amerika wie auch der Onlinehandel. Während in Europa der Umsatz um 38% zulegte, verdoppelte er sich in Amerika. Einen Riesenschub brachte die Pandemie dem Onlinegeschäft. Im Vergleich zum Vorkrisenquartal 2019 wuchs es um 127%, im Vergleich zum Vorjahr um 37%.

Die in der Pandemie verordneten monatelangen Geschäftsschließungen hatten der Mode-Branche hart zugesetzt. Derzeit erholt sich zwar die Nachfrage, doch Lieferengpässe machen neue Probleme. Boss ist davon nicht betroffen, da der Konzern nicht in Ostasien produziert, sondern in der Türkei, in Deutschland, Polen und Italien. (red)

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