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Handel mit Rückenwind © APA/Herbert Neubauer
© APA/Herbert Neubauer

Redaktion 10.09.2021

Handel mit Rückenwind

Österreichs Außenhandel nahm ab März wieder an Fahrt auf: Die Exporte stiegen im ersten Halbjahr 2021 um 16,5 Prozent.

WIEN. Österreichs Außenhandel wird wieder lebendig: Laut Statistik Austria legten die Exporte im 1. Halbjahr um 16,5% zu und die Importe sogar um 22,2%. Am stärksten stiegen die Importe aus China und Polen. Bei den Exporten verlor Frankreich an Bedeutung. Wichtigster Handelspartner, sowohl bei den Einfuhren als auch Ausfuhren, ist Deutschland.

Schon jenseits der Krise
„Österreichs Außenhandel ist kräftig in Fahrt und hat die Krise bereits deutlich hinter sich gelassen“, ist Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas überzeugt. Demnach legten Importe und Exporte im Juni 2021 nicht nur gegenüber dem von der Coronapandemie betroffenen Vergleichsmonat Juni 2020 zu, sondern lagen mit 27,3% bei den Einfuhren und 15,5% bei den Ausfuhren auch deutlich über dem Vorkrisenniveau vom Juni 2019. Der Gesamtwert der Einfuhren von Waren lag im Zeitraum Jänner bis Juni 2021 laut vorläufiger Ergebnisse der Statistik Austria nominell bei 85,6 Mrd. €, die Ausfuhren von Waren beliefen sich auf 80,4 Mrd. €.

Die starken Zuwächse in den Berichtsmonaten März 2021 (Einfuhr: +26,3%, Ausfuhr: +18,1%), April 2021 (Einfuhr: +50,2%, Ausfuhr: +40,4%), Mai 2021 (Einfuhr: +36,1%, Ausfuhr: +33,5%) sowie Juni 2021 (Einfuhr: +33,1%, Ausfuhr: +20,9%) trugen maßgeblich zur positiven Entwicklung des bisherigen Berichtsjahres bei, erklärte das Statistikamt. Das Defizit der Handelsbilanz stieg von 1,1 auf 5,3 Mrd. €.

Den Großteil des Außenhandels betreibt Österreich innerhalb der EU. Hier stiegen die Einfuhren um 20,9% auf 57,4 Mrd. €, die Ausfuhren um 17,3% auf 54,9 Mrd. €. Auch der UK-Handel florierte trotz des EU-Austritts der Briten, denn die Importe stiegen auf 1,4 Mrd. € (+26,8%), die Exporte um 15,3% auf 2,1 Mrd. €.

Deutschland voran
Wichtigster Handelspartner ist Deutschland: Die Importe von da stiegen um 17,7% auf 28,7 Mrd. €, die Exporte um 18,8% auf 24,9 Mrd. €. Die Einfuhren aus der Schweiz legten um 25,3% auf 5 Mrd. € zu, Ausfuhren um 3,3 Prozent auf 4 Mrd. €.
Aus Italien importierte Österreich Waren im Wert von 5,6 Mrd. € (+28,7%), umgekehrt exportierten Österreichs Firmen nach Italien Güter um 5,4 Mrd. €, das ist ein Plus von 27,6%. (red/APA)

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