Hattmannsdorfer: Verlässliche Lieferketten sind zentral für die Wettbewerbsfähigkeit
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HBM Hattmannsdorfer in der Leitzentrale der ÖBB Rail Cargo Carrier Italy
RETAIL Redaktion 09.02.2026

Hattmannsdorfer: Verlässliche Lieferketten sind zentral für die Wettbewerbsfähigkeit

Verlässliche Logistik- und Lieferketten sind aus Sicht von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Österreich.

WIEN. Unternehmen siedeln sich dort an, wo sie auf leistungsfähige und gut ausgebaute Verkehrs- und Logistikanbindungen zurückgreifen können. In der Industriestrategie setze Österreich daher auf eine abgestimmte und beschleunigte Infrastrukturplanung mit besonderem Fokus auf leistungsfähige europäische Bahnnetze, die Lieferketten sichern, die Exportwirtschaft stärken und die Resilienz der Industrie erhöhen.

Beim industriepolitischen Austausch mit der Geschäftsführung der italienischen Carrier-Gesellschaft der ÖBB Rail Cargo Group in Venedig betonte Hattmannsdorfer die strategische Bedeutung der Nord-Süd-Verbindung über die Brennerachse. Als exportorientierte Volkswirtschaft sei Österreich in besonderem Maß auf stabile, effiziente und nachhaltige Transportwege angewiesen. Die Entwicklung der Zugkilometer der italienischen Carrier-Gesellschaft von rund 1,96 Millionen im Jahr 2024 auf erwartete 2,23 Millionen im Jahr 2025 unterstreiche die wachsende Bedeutung der Schiene als Logistikweg.
Italien ist mit einem Exportanteil von über 6% nach Deutschland und den USA der drittwichtigste Exportmarkt Österreichs. Über italienische Häfen werden jährlich mehrere hundert Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, sie fungieren damit als zentrale Tore zur Welt für die österreichische Exportwirtschaft. Die Kombination aus Bahnverbindungen und Hafeninfrastruktur macht Italien zu einem kritischen Partner für stabile Lieferketten.

Die italienische Carrier-Gesellschaft der ÖBB Rail Cargo Group spielt entlang der strategisch wichtigen Achse zwischen Italien, Österreich sowie den zentral- und nordeuropäischen Wirtschaftsräumen eine Schlüsselrolle im europäischen Schienengüterverkehr. Über Standorte in Venetien und weitere Logistikterminals in Italien werden Warenströme gebündelt und effizient transportiert, unter anderem zwischen den Adriahäfen und den industriellen Kernregionen Mitteleuropas.
Österreichs Industriestrategie setzt im Bereich Mobilität und Infrastruktur klare Schwerpunkte, um grenzüberschreitend vernetzte Verkehrssysteme weiter auszubauen und langfristig Wachstum, Innovation und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Ziel sei es, Österreich wieder unter die Top 10 der Industrienationen zu führen, betonte Hattmannsdorfer. Voraussetzung dafür sei, dass heimische Industriegüter zuverlässig in internationale Märkte exportiert werden können.

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