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Hauptversammlung der ARGE Heumilch Österreich bestätigt Karl Neuhofer © Arge Heumilch

Der alte und neue Obmann der Arge Heumilch: Karl Neuhofer.

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Der alte und neue Obmann der Arge Heumilch: Karl Neuhofer.

Redaktion 03.05.2021

Hauptversammlung der ARGE Heumilch Österreich bestätigt Karl Neuhofer

Obmann Karl Neuhofer wurde auf der Hauptversammlung der ARGE Heumilch einstimmig wiedergewählt – neue Obmann-Stellvertreter sind Michael Riegler.

WIEN. Karl Neuhofer, seit 2004 an der Spitze der ARGE Heumilch, ist weiterhin Obmann des Vereins. Er wurde bei der Hauptversammlung, die heuer online stattfand, einstimmig wiedergewählt. Seine neuen Stellvertreter heißen Michael Riegler, Geschäftsführer der Obersteirischen Molkerei und Fritz Metzler, Milchwirtschaftsreferent der LK Vorarlberg. „Ich freue mich über dieses eindeutige Votum und meine neuen Mitstreiter“, so der neue, alte Obmann. „Sowohl Michael Riegler als auch Fritz Metzler bringen langjährige Erfahrung und eine fundierte Kenntnis des Milchmarkts mit. So aufgestellt sind wir für die Zukunft bestens gerüstet und können die Marke Heumilch weiterhin erfolgreich vorantreiben.“ Seinen bisherigen Stellvertretern Gerhard Woerle und Othmar Bereuter dankte Neuhofer ausdrücklich für ihr langjähriges Engagement für die ARGE Heumilch und Österreichs Heuwirtschaft.

Positive Bilanz für 2020
Neuhofer zog auf der Hauptversammlung außerdem eine positive Bilanz des abgelaufenen Wirtschaftsjahres: „Österreichische Heumilch und Heumilch-Produkte konnten sich auch im Krisenjahr 2020 behaupten und lagen auf Rekordniveau.“ So stieg der Umsatz von Heumilch-Produkten im heimischen Lebensmittelhandel um neun Prozent auf rund 154,8 Mio. €. Bei der weißen sowie bei der gelben Palette legten Heumilch-Produkte um jeweils neun Prozent zu. Besonders erfreulich war der Umsatz bei Bio-Heumilch, er wuchs gar um 18%. Der Absatz von Heumilch-Produkten machte 2020 46.000 t aus – das entspricht einem Plus von vier Prozent. Dank des Heumilchzuschlags betrug der Mehrwert für die österreichischen Heumilchbauern im Vorjahr 30 Mio. €.

Attraktive Werbemaßnahmen in Österreich und Deutschland
„Diese Zahlen belegen, dass den Konsumenten nachhaltige, hochqualitative und regionale Produkte immer wichtiger werden und unseren Bestrebungen um nachhaltig erzeugte Produkte mit Vertrauen danken“, führte Geschäftsführerin Christiane Mösl im Anschluss aus und informierte die ARGE-Heumilch-Mitglieder über die aktuellen Marketingmaßnahmen. „Heumilch und Heumilchwirtschaft sind am Puls der Zeit, deshalb drehen sich 2021 auch unsere Marketingschwerpunkte um die Themen Artenvielfalt und Nachhaltigkeit“, so Mösl. Mit der aktuellen Kommunikationskampagne unter dem Motto „Heumilch schmeckt, weil so viel Artenvielfalt in ihr steckt“ wird die nachhaltige Wirtschaftsweise der Heumilchbauern in den Fokus gerückt und im österreichischen Fernsehen, Print- und Onlinemedien sowie über Out-of-Home-Werbung beworben.

Aber auch in Deutschland werden dieses Jahr Werbeimpulse gesetzt. Mösl: „Deutschland ist seit Jahren der wichtigste Markt für Heumilch und unsere Heumilch-Produkte. Um sie noch erfolgreicher vermarkten zu können, setzen wir nun auch verstärkt auf gezielte Kampagnen im deutschen Raum.“ Ansprechende Anzeigen in zielgruppenspezifischen Magazinen, Online- und Social Media-Ads sowie Plakate und Infoscreens sollen 2021 auch deutsche Konsumenten auf die Kernthemen „Artenvielfalt“ und „Nachhaltigkeit“ aufmerksam machen.

Über die Heumilch
Die ARGE Heumilch vereinigt ca. 8000 Heumilchbauern und rund 80 Verarbeiter. Sie ist die Nummer 1 bei der Erzeugung und Vermarktung von Heumilch in Europa.

Weltweit einzigartig: Die Mitglieder der ARGE arbeiten nach einem strengen Regulativ, dessen Einhaltung von unabhängigen, staatlich zertifizierten Stellen kontrolliert wird. Nur Produkte mit dem Heumilch-Logo erfüllen diese sehr strengen Bestimmungen. Die besondere Wirtschaftsweise wurde 2016 mit dem EU-Gütesiegel g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität – für Kuhmilch und 2019 für Schaf- und Ziegenmilch ausgezeichnet. Heumilch g.t.S. steht für einen besonderen Schutz für noch mehr Qualität und Unverfälschtheit. In Europa erfüllen weniger als drei Prozent der erzeugten Milch die Kriterien der Heumilch.

Bei der Heuwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. An den Lauf der Jahreszeiten angepasst, verbringen Heumilchkühe jeden Sommer auf heimischen Wiesen, Weiden und Almen, wo eine Vielzahl an saftigen Gräsern und Kräutern wächst. Im Winter werden die Tiere mit Heu versorgt. Als Ergänzung erhalten sie mineralstoffreichen Getreideschrot. Gärfutter wie Silage ist strengstens verboten. Sämtliche Produkte werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt.

Die Heumilchregionen befinden sich vorwiegend in den Alpen, wo Heuwirtschaft seit Jahrhunderten Tradition hat. Hauptproduktionsgebiete sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, die Steiermark sowie das Allgäu und die Ost- und Zentralschweiz. (red)

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