RETAIL
Hochkonjunktur für grüne Daumen © bellaflora

Derzeit entfallen rund 56% des österreichischen Wasser-Gesamtverbrauchs von 2.350 Mrd. Litern auf die Indus­trie. bellaflora versorgt viele Filialen mittels Brunnen.

© bellaflora

Derzeit entfallen rund 56% des österreichischen Wasser-Gesamtverbrauchs von 2.350 Mrd. Litern auf die Indus­trie. bellaflora versorgt viele Filialen mittels Brunnen.

Redaktion 19.06.2020

Hochkonjunktur für grüne Daumen

Bei bellaflora ist der nachhaltige Weg naheliegend. Nun auf der Agenda: Reduktion des Wasserverbrauchs.

LEONDING. Im Geschäftsjahr 2019/20 hat bellaflora in 27 Filialen mit rund 550 Mitarbeitern einen Erlös von netto 86 Mio. € erwirtschaftet (83 Mio. in 2018/19). „Zwei Drittel unseres Umsatzes entfallen auf Pflanzen. Es liegt also auf der Hand, dass wir uns intensiv mit den Klimaveränderungen und deren Auswirkungen befassen”, betont bellaflora-Chef Franz Koll.

Nachhaltig unterwegs

Die grüne Verpflichtung für Koll lautet somit: „Wir schauen auf die gesamte Wertschöpfungskette – von den klimabedingten Herausforderungen für Gärtnereien und Bauern, unseren Lieferanten, über die Pflanzenpflege in unseren Filialen bis zum gesunden Wachstum der Pflanzen in den Gärten unserer Kunden.” Ergo hat bellaflora bereits 2010 die Stabsstelle „Nachhaltige Entwicklung” eingerichtet und in Folge kompromisslos auf ökologische Pflanzenschutzmittel und Dünger in den Standorten und in den Verkaufsregalen umgestellt.

Auch aktuelle Entwicklungen werden flugs in die Strategie des Händlers eingepflegt – etwa sorgt der Umstand, dass im Frühjahr 2020 der Niederschlag um satte 80% geringer ausfiel als im langjährigen Durchschnitt, in mehreren Regionen Österreichs für eine besorgniserregende Bilanz. Weiters sagen die Prognosen einen trockenen Sommer voraus, Wasser wird zusehends zur strategischen Ressource.
bellaflora hat diese Entwicklung vorhergesehen und den Wasserverbrauch trotz Trockenperioden und größerer Verkaufsflächen binnen fünf Jahren um 30% gesenkt.
Ein Gartencenter benötigt naturgemäß viel Wasser für die Pflege der Pflanzen. An vielen Standorten verfügt das Unternehmen über Brunnen, andernorts deckt es den Bedarf über die öffentliche Wasserversorgung. In beiden Fällen will man den Verbrauch so gering wie möglich halten.

Sportlich engagiert

Dennoch ist der Wasserverbrauch in den Filialen bis 2015 gestiegen, in den Jahren 2013 bis 2015 um zwölf Prozent. Unzufrieden mit der Situation fasste man den Beschluss, den Wasserverbrauch in den folgenden Jahren um fünf Prozent zu reduzieren. In Anbetracht der nun 30%igen Reduktion ist Koll stolz aufs „sportliche” Ergebnis: „Wir haben unser Ziel um das Sechsfache übertroffen.” (nov)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL