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Ikea-Gründer Kamprad mit 91 Jahren gestorben © APA/dpa/Christian Hager

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist in seinem Haus in Småland friedlich eingeschlafen.

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Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist in seinem Haus in Småland friedlich eingeschlafen.

Redaktion 29.01.2018

Ikea-Gründer Kamprad mit 91 Jahren gestorben

Ikea macht mehr als 36 Mrd. Euro Jahresumsatz und beschäftigt 190.000 Menschen.

LEIDEN/STOCKHOLM. Der Gründer des schwedischen Möbelkonzerns Ikea, Ingvar Kamprad, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Kamprad schlief in seinem Haus in der südschwedischen Region Småland friedlich ein, wie Ikea am Sonntag mitteilte.

"Ingvar wird von seiner Familie und von Ikea-Mitarbeitern auf der ganzen Welt sehr vermisst werden und in Erinnerung bleiben", schreibt Ikea.

Der Milliardär hatte den heutigen Möbelriesen 1943 bereits im Alter von 17 Jahren gegründet. Das I und das K stehen für seine Initialen, E und A für die Bauernhöfe Elmtaryd und Agunnaryd, auf denen er aufgewachsen ist.

Zunächst waren Stifte, Portemonnaies, Bilderrahmen, Tischläufer, Uhren, Schmuck und Nylonstrumpfhosen im Angebot. Möbel kamen 1947 dazu, bis zur Eröffnung des ersten Einrichtungshauses dauerte es noch einmal fast zehn Jahre. Im Visier hatte Kamprad von Anfang an den kleinen Mann mit schmalem Geldbeutel; Kamprad war selbst unter einfachen Leuten im schwedischen Smaland aufgewachsen.

Seine Möbel, die in handliche Pakete verstaut werden können, eroberten die Wohnzimmer der Skandinavier und dann die der ganzen Welt. In über 40 Ländern kann man inzwischen Billy-Regale und den Wippstuhl Poäng kaufen.

Um Steuern zu sparen, wandelte Kamprad die Firma 1982 in eine Stiftung mit Sitz in den Niederlanden um. Der Konzern spaltet sich mittlerweile in viele Firmen auf, die in Liechtenstein, Luxemburg, Schweden und den Niederlanden registriert sind.

Kamprad selbst lebte 37 Jahre lang in der Schweiz, weil er Schwedens Steuern als zu hoch empfand. Er wohnte in der Gemeinde Epalinges oberhalb von Lausanne. Eineinhalb Jahre nach dem Tod seiner Frau entschied er sich 2013, nach Schweden zurückzukehren, um näher bei der Familie zu sein. Seine drei Söhne Peter, Mathias und Jonas haben allesamt den Schweizer Pass.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 (31. August) hatte Ikea weltweit 36,3 Mrd. € umgesetzt, davon 1,05 Mrd. CHF in der Schweiz. Heute beschäftigt Ikea 190.000 Menschen weltweit. Die dank Ikea reich gewordene Familie Kamprad führte auch dieses Jahr die "Bilanz"-Liste der Reichen in der Schweiz an. "Bilanz" beziffert ihr Vermögen auf 48 bis 49 Mrd. CHF (rund 42 Mrd. €). (APA)

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