Internationale Gäste treiben Umsatz im Wintertourismus – Digitales Bezahlen nimmt zu
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RETAIL Redaktion 19.03.2026

Internationale Gäste treiben Umsatz im Wintertourismus – Digitales Bezahlen nimmt zu

WIEN. Internationale Gäste aus Fernmärkten sorgen in der Wintersaison 2025/26 in Österreich für die höchsten Umsätze. Vor allem Besucher aus den USA, Australien und Skandinavien verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse und geben pro Aufenthalt deutlich mehr aus. Gleichzeitig verlagert sich der Verkauf von Skitickets und Verleihangeboten spürbar in Richtung E-Commerce und Self Service. Dies geht aus der aktuellen Analyse anonymisierter Kartentransaktionen von hobex hervor, die heuer erstmals gemeinsam mit dem Österreichischen Handelsverband veröffentlicht wird.

Während Kartenzahlungen von österreichischen und deutschen Gästen um rund 9 Prozent zulegten, entwickelten sich internationale Herkunftsmärkte dynamischer: US-Gäste steigerten ihre Zahlungen um 37 Prozent, Australien um 20 Prozent, Schweden um 17 Prozent und das Vereinigte Königreich um 13 Prozent. Auch beim durchschnittlichen Kartenumsatz zeigen sich deutliche Unterschiede. Der hobex-Gesamtschnitt liegt bei 394 Euro pro Transaktion, österreichische Gäste liegen bei 263 Euro, Gäste aus Luxemburg bei 777 Euro, aus der Schweiz bei 696 Euro und aus den USA bei 679 Euro. Internationale Gäste buchen häufiger höherwertige Hotels und generieren damit signifikant höhere Umsätze pro Aufenthalt.

Digitalisierungsschub im Wintersport
Der Trend zum digitalen Bezahlen setzt sich fort: Kartenzahlungen am Point of Sale stiegen um 16 Prozent, Online-Transaktionen legten um 29 Prozent zu. Besonders stark wächst der E-Commerce im Skiverleih mit 40 Prozent. Skitickets werden seltener am klassischen Verkaufsfenster erworben, sondern zunehmend am Automaten oder online vorab gebucht. Der Anteil der POS-Verkäufe bei Skitickets sank von 81 Prozent 2023 auf 70 Prozent 2026, während Automaten von 14 auf 17 Prozent und Online von 5 auf 13 Prozent zulegten.

„Diese datenbasierten Einblicke bieten enormes Potenzial für bessere Geschäftsentscheidungen. Noch wird dieses Potenzial aber von Betrieben unterschätzt - nicht nur im Tourismus, sondern quer durch alle Branchen vom Handel bis zur Dienstleistung“, sagt Michael Bratl, CEO von hobex. „Zahlungsdaten bergen Chancen, denn sie zeigen uns sehr früh, welche Gästegruppen gerade ankommen und wie sie konsumieren. Als Beispiel: Wenn wir sehen, dass US-Transaktionen deutlich anziehen, wissen die Betriebe: Jetzt kommen kaufkräftige Gäste mit anderen Erwartungen. Darauf kann man reagieren – mit angepassten Öffnungszeiten, englischsprachigem Personal, Premium-Angeboten oder gezielten Packages. Wer seine Daten nutzt, verkauft nicht nur mehr – sondern gezielter.“

„51 Prozent der Österreicher betreiben Wintersport, davon hat heuer fast jeder Zweite in neue Ausrüstung für Skifahren, Eislaufen, Rodeln oder Langlaufen investiert. Damit ist der Wintersport ein stabiler Wirtschaftsfaktor für den heimischen Sporthandel, den Tourismus und die Regionen. Kompetente Payment-Dienstleister wie hobex sorgen wiederum für stabile und zuverlässige Bezahlmöglichkeiten vor Ort“, erklärt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. (red)

 

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