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Kronprinz reloaded © Blühendes Österreich/Dusek

Robert Nagele (Billa Vorstandssprecher), Katharina Varadi-Dianat (Obfrau ARGE Streuobst), Michaela Dorfmeister (Ex-Skirennläuferin), Ronald Würflinger (Geschäftsführer „Blühendes Österreich”, v.l.).

© Blühendes Österreich/Dusek

Robert Nagele (Billa Vorstandssprecher), Katharina Varadi-Dianat (Obfrau ARGE Streuobst), Michaela Dorfmeister (Ex-Skirennläuferin), Ronald Würflinger (Geschäftsführer „Blühendes Österreich”, v.l.).

Eva Kaiserseder 21.09.2018

Kronprinz reloaded

Streuobstbestände sind mittlerweile eine Rarität. Die Rewe-Initiative „Blühendes Österreich” will das ändern.

••• Von Eva Kaiserseder

WR. NEUDORF/WIEN. Traditionell bewirtschaftete Streuobstwiesen stehen für idyllische Landschaftsbilder und liefern beste Lebensmittel. Kronprinz Rudolf, Steirische Schafnase, Hirschbirne, Oberösterreichischer Brünnerling oder Wiener Haferbirne – die Sortenvielfalt ist im Streuobstbau hundertfach höher als im Intensivobstbau. Damit gehören Streuobstwiesen zu den mannigfaltigsten Lebensräumen in Europa. Sie beherbergen bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten sowie zahlreiche vom Aussterben bedrohte Obstsorten, von denen es in Österreich geschätzte 2.000 gibt. Mittlerweile steht das Habitat Streuobstwiese allerdings auf der Roten Liste der gefährdeten Lebensräume ganz oben. So auch in Österreich – hier sind rund 80% der österreichischen Streuobstbestände in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen.

„Blühendes Österreich”, die Initiative der Rewe zur Förderung der heimischen Artenvielfalt, hat daher gemeinsam mit der ARGE Streuobst einen Wettbewerb initiiert, der die schönsten und artenreichsten Gärten Österreichs vor den Vorhang holen soll. Dabei kam schon bei der Einreichung die erkleckliche Summe von über 300 ha Streuobstwiese zusammen.

Sieg für Oberösterreich

Als Botschafterin fungiert Doppelskiolympiasiegerin Michaela Dorfmeister, die selbst Besitzerin einer Streuobstwiese im Mostviertel ist.

„Die vielen und hochwertigen Einreichungen zeigen die Pracht dieser gefährdeten Kulturlandschaften und die Obstvielfalt Österreichs. Sie weisen eine sehr unterschiedliche Obstarten- und Obstsortenvielfalt, unterschiedliche Stammhöhen und Wuchsformen sowie unterschiedliche Altersklassen im Bestand auf”, erzählt Katharina Varadi-Dianat, Jurorin und Obfrau der ARGE Streuobst.
Bewertet wurde unter anderem der obstbauliche und ökologische Wert und die Nutzung der Fläche als Erholungsraum.
Mit der schönsten Streuobstwiese wartet übrigens die Familie Braunreiter aus dem oberösterreichischen Micheldorf auf, in Zell am See/Salzburg befindet sich der schönste Hausgarten – diese wurden ebenfalls ausgezeichnet.

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