„Lei Lei“ im Handel
© APA/Georg Hochmuth
RETAIL Redaktion 06.02.2026

„Lei Lei“ im Handel

Kostüme, Krapfen und Konfetti: Der Faschingsdienstag rückt näher, und er verspricht „narrisch guate“ Umsätze.

WIEN. Der Fasching steuert allmählich auf seinen Höhepunkt zu: Am und um den Faschingsdienstag am 17. Februar stehen österreichweit wieder zahlreiche Veranstaltungen, Umzüge und private Feiern an – und sorgen dafür, dass das „närrische Treiben“ auch den heimischen Händlern Spaß bereitet. Die Wirtschaftskammer Wien rechnet mit Ausgaben von 50 bis 70 € für Faschingskostüme und Zubehör in Wien, der Handelsverband kommt anhand eines aktuellen Consumer Checks mit 1.000 Befragten sogar auf 75 € pro Österreicher – berücksichtigt dabei aber auch explizit Lebensmittel.

„Faschingsfeste liegen im Trend“, erklärt HV-Geschäftsführer Rainer Will. „Heuer besuchen mehr Österreicherinnen und Österreicher als im Vorjahr Faschingsfeste, gleichzeitig wird pro Kopf auch um neun Prozent mehr für Faschingsbedarf ausgegeben. Das führt zu einem deutlichen Anstieg der Umsätze im Handel um 15 Prozent.“

Fast jeder Zweite mit dabei
Gefeiert wird Fasching heuer von fast jedem Zweiten der Befragten (44%). Ganz klar auf Platz eins der Faschingskäufe liegen Verkleidungen und Kostüme: Knapp 60% der Feiernden kaufen heuer entsprechende Outfits. Dahinter folgen Lebensmittel, Snacks und Getränke (46%) sowie Deko- und Partyartikel (31%). Auch Make-up (23%) sowie Schmuck und Accessoires (15%) profitieren vom närrischen Treiben.

Viele Branchen profitieren
Ebenfalls fester Bestandteil des Faschings ist in Österreich die Ballsaison – sie erreicht mit dem Wiener Opernball am 12. Februar ihren Höhepunkt. Jeder sechste Österreicher hat heuer einen oder mehrere Bälle besucht.
Will: „Fasching und Ballsaison sind nicht nur wichtige traditionelle, gesellschaftliche und kulturelle Anlässe, sondern auch ein spürbarer Konjunkturimpuls für viele Handelsbranchen, vom Kostümverleih über den Lebensmittelhandel bis hin zu Drogerien und Dekogeschäften.“ Der Fasching spreche „eine breite Zielgruppe an, quer durch alle Altersgruppen. Gerade regionale Betriebe profitieren davon, dass viele Menschen ihre Faschingsartikel bewusst vor Ort einkaufen“, ist der Handelssprecher überzeugt. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL