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Lidl Österreich fordert Haltungskompass für Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln © Lidl Österreich
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Redaktion 03.02.2022

Lidl Österreich fordert Haltungskompass für Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln

Verein „Land schafft Leben“ begrüßt Vorstoß.

WIEN. Lidl Österreich setzt sich für eine rasche Umsetzung einer freiwilligen Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln zur Tierhaltung ein. Ein branchenweiter, einheitlicher Haltungskompass soll dabei nicht nur bei Frischfleisch zum Einsatz kommen, sondern in weiterer Folge auch bei verarbeiteten Produkten. Der Verein „Land schafft Leben“ begrüßt diesen Vorstoß.

„Wir möchten den Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden gerecht werden, die auf den Ursprung und die Produktionsbedingungen ihrer Lebensmittel achten. Unsere neues Tierwohl-Label ‚FAIRantwortung fürs Tier‘ war ein erster Schritt zu mehr Bewusstsein für tiergerechte Haltung. Mit einem einheitlichen Haltungskompass könnten wir darüber hinaus für noch mehr Transparenz in unserem Sortiment sorgen. Sinnvollerweise sollte eine solche Kennzeichnung im Hinblick auf die Kundinnen und Kunden branchenweit einheitlich sein. Daher fordern wir die möglichst rasche Umsetzung einer belastbaren, branchenweiten Lösung“, so Alessandro Wolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Österreich. Ein solcher Kompass sollte größtmögliche Transparenz bieten und für die Kunden leicht verständlich sein. Und das nicht nur für alle Frischfleisch- oder Molkereiprodukte, sondern in weiterer Folge beispielsweise auch für verarbeitete Wurstwaren. Dabei soll ein Haltungskompass im Hinblick auf gesellschaftliche Entwicklungen auch in fünf bis zehn Jahren noch belastbar sein und sich entsprechend weiterentwickeln können. „Auch weil man zum Start auf vorhandene Strukturen aufbauen und die gesamte Wertschöpfungskette involvieren muss“, so Wolf weiter.

Auch Hannes Royer, Obmann von „Land schafft Leben“, sieht die Vorteile einer einheitlichen Kennzeichnung: „Ohne eine klar ersichtliche Kennzeichnung der Herkunft, aber auch der Haltungsform werden Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin bei beinahe allen tierischen Produkten im Dunkeln gelassen. Am Beispiel Ei hat sich gezeigt, wie gut eine solche Kennzeichnung funktionieren kann. Konsumentinnen und Konsumenten wissen hier ganz klar, welche Produktionsbedingungen sie mit ihrem Griff ins Regal unterstützen. Ein Haltungskompass im Lebensmittelhandel wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Transparenz. Das ist, wie auch eine umfassende Herkunftskennzeichnung – bei verarbeiteten Produkten und in der Gastronomie –, dringend notwendig.“ (red)

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