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Maskenhersteller Hygiene Austria prüft Produktionsausweitung © Hygiene Austria
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Redaktion 19.01.2021

Maskenhersteller Hygiene Austria prüft Produktionsausweitung

Abhängig von Verfügbarkeit neuer Maschinen – "FFP2-Masken gehen weg wie die warmen Semmeln".

WIEN / WR. NEUDORF. Der österreichische Maskenhersteller Hygiene Austria LP, ein Joint Venture von Lenzing und Palmers, prüft derzeit die Ausweitung der Produktion von FFP2-Masken. Die Bereitschaft des Unternehmens zur Expansion der Produktion sei da, man sei aber von der Verfügbarkeit neuer Maschinen abhängig. "Wenn die Maschinen verfügbar sind, kann man eine Ausweitung in den nächsten zwei bis vier Wochen andenken", sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Montag zur APA.

Ab 25. Jänner 2021 sind FFP2-Masken im Handel und in den öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend. Dies hat die Regierungsspitze gestern angekündigt. Bisher gab es nur die Pflicht, irgendeinen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Derzeit werden bei Hygiene Austria pro Monat zehn Mio. FFP2-Masken produziert, die reißenden Absatz finden. "Sie gehen weg wie die warmen Semmeln", so die Sprecherin. Der Fokus der Produktion liege in Österreich, wo in Wiener Neudorf (NÖ) mit 200 Mitarbeitern Masken hergestellt werden. Auch am Lenzing-Standort in Großbritannien in Grimsby (Region Yorkshire/Humber) werden Masken produziert, wie Lenzing schon im Mai des Vorjahres mitgeteilt hatte.

Zu den Preisen für die FFP2-Maske bei Großaufträgen will das Unternehmen nichts sagen. Bei der FFP2-Maskenaktion der Bundesregierung für Seniorinnen und Senioren war es jedenfalls nicht zum Zug gekommen. Man führe derzeit Gespräche wegen der preislichen Situation, so die Sprecherin. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte gestern FFP2-Masken im Lebensmittel-Einzelhandel "zum Selbstkostenpreis" angekündigt.

Derzeit gebe es FFP2-Masken nur für Erwachsene. Man erwäge aktuell, auch FFP2-Masken für Kinder herzustellen, so die Sprecherin auf APA-Anfrage. Das Joint Venture Hygiene Austria LP des börsennotierten Faserherstellers Lenzing und der Textilfirma Palmers war im April 2020 gegründet worden. Neben rund 10 Mio. FFP2-Masken werden monatlich auch noch 10 bis 15 Mio. Mund-Nasen-Schutz-Masken produziert. (red)

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