DÜSSELDORF. Der Lebensmittelgroßhändler Metro distanziert sich von einer Millionenspende seiner unter russischer Zwangsverwaltung stehenden Tochtergesellschaft zur Unterstützung des Kriegs gegen die Ukraine. Die Zahlung sei weder abgestimmt noch autorisiert oder gebilligt worden.
Kremlchef Wladimir Putin hatte das Russland-Geschäft Ende September per Dekret unter Zwangsverwaltung gestellt. Seither kontrolliert die Managementgesellschaft Torg RUS die dortigen Vermögenswerte. Sie gehört laut Metro dem früheren Russland-Chef Johannes Tholey, der nicht mehr für den Konzern tätig sei.
Zwangsverwaltung
Metro betont, trotz weiterhin bestehender Eigentumsrechte keinen Einfluss auf operative Entscheidungen zu haben. Laut russischer Metro-Website wurden eine Milliarde Rubel (mehr als elf Millionen Euro) an den Fonds „Volksfront. Alles für den Sieg“ überwiesen. Damit soll Technik für das russische Militär beschafft werden. Tholey begründete die Beteiligung mit der Unterstützung staatlicher Initiativen. Auch andere europäische Unternehmen wurden in Russland zuletzt unter Zwangsverwaltung gestellt. (red/APA)
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