WIEN. Mehr als drei Viertel der Österreicher feiern Ostern, ein ähnlich hoher Anteil plant Geschenke. „Das zeigt, dass Ostern nicht nur für die christliche Kirche und als Familienfest eine große Rolle spielt, sondern auch ein bedeutender Faktor für den österreichischen Handel ist“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich. Grundlage sind Daten der KMU Forschung Austria, die im Auftrag der WKÖ mehr als 1.000 Personen zum Kaufverhalten befragt hat.
Im Schnitt werden heuer 55 Euro pro Person für Geschenke ausgegeben. Zwei Drittel rechnen mit gleichbleibenden Ausgaben, jeweils 17% planen ein höheres bzw. niedrigeres Budget. Insgesamt ergibt sich ein erwartetes Marktvolumen von rund 296 Mio. Euro und damit ein Niveau auf Höhe des Vorjahres.
Süßigkeiten bleiben die wichtigste Warengruppe: 67% greifen zu Schokolade oder Pralinen, gefolgt von gefärbten Eiern (46%) und Spielwaren (28%). Hochgerechnet werden rund 22 Mio. Schokohasen und etwa 54 Mio. Ostereier verschenkt. Blumen und Pflanzen kommen auf 25%, Bargeld auf 24%.
Nachhaltigkeit spielt für viele eine Rolle, bleibt aber preisabhängig. 65% geben an, entsprechende Produkte zu bevorzugen. 38% würden dafür bis zu 10% mehr bezahlen, 16% bis zu 20%. Für 44% kommt ein Kauf nur bei gleichem oder niedrigerem Preis infrage.
Der stationäre Handel bleibt mit 88% klar führend, 28% kaufen zusätzlich online. Gefeiert wird überwiegend im Familienkreis, häufig verbunden mit einem gemeinsamen Essen. Auch klassische Bräuche wie Ostereiersuche, Eierfärben oder Eierpecken sind weiterhin verbreitet.
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