Post knackt Drei-Milliarden-Marke
© Österreichische Post/Christian Stemper
RETAIL Redaktion 20.03.2026

Post knackt Drei-Milliarden-Marke

Einem leichten Umsatzrückgang steht ein starkes Plus beim Free Cashflow und im Paketgeschäft gegenüber.

WIEN. Die Österreichische Post hat 2025 in einem herausfordernden Marktumfeld einen Umsatz von 3,04 Mrd. € erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 2,6% gegenüber dem Vorjahr, liegt jedoch um elf Prozent über dem Niveau von 2023.
Auch beim Betriebsergebnis blieb das Unternehmen über dem Vergleichswert von vor zwei Jahren: Das EBIT sank im Jahresvergleich um 5,0% auf  196,9 Mio. €, das EBITDA ging um 2,2% auf 413,3 Mio. € zurück. Das Ergebnis je Aktie verringerte sich von 2,04 auf 1,96 €. Der operative Free Cashflow stieg hingegen um 10,3% auf 280,1 Mio. €.

Paketgeschäft wächst weiter
Die Geschäftsentwicklung wurde weiterhin von strukturellen Veränderungen im Postmarkt geprägt. Während die Digitalisierung zu rückläufigen Briefmengen führte, blieb das Paketgeschäft ein wichtiger Wachstumstreiber. Der Umsatz im Bereich Paket & Logistik stieg bereinigt um 1,2% gegenüber 2024 und lag damit um 21,4% über dem Niveau von 2023.
In Österreich entwickelte sich dieser Bereich mit einem Plus von 5,8% besonders positiv. Im Brief- und Werbepostsegment gingen die Erlöse indes um 6,8% zurück. Neben der elektronischen Substitution spielten auch geringere Werbeausgaben von Unternehmen eine Rolle. Die Division Filiale & Bank verzeichnete einen Umsatzrückgang von 8,8%, unter anderem durch das Ende der Telekom-Vertriebskooperation.

„Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und der positiven Sondereffekte im Vorjahr zeigte die Österreichische Post im Geschäftsjahr 2025 eine solide operative Entwicklung“, sagt Post-Generaldirektor Walter Oblin. „In Österreich haben wir unser Paketwachstum auch 2025 fortgesetzt und wir konnten unsere führende Marktposition erfolgreich behaupten. Mit einem Anteil von 63% am Privatkunden-Paketmarkt bleibt die Post klare Marktführerin und zentrale Partnerin im heimischen  E-Commerce.“

Positiver Ausblick
Für 2026 erwartet das Unternehmen einen „leichten Umsatzanstieg“ – gleichzeitig sei „weiterhin mit inflationsbedingten Kostensteigerungen zu rechnen“, wie es in einer Aussendung heißt. Daher würden „umfassende Initiativen ergriffen, um das Ergebnisniveau des Konzerns abzusichern“.  Es wird umsatz- und ergebnisseitig mit einem zum Vorjahr schwächeren ersten und stärkeren zweiten Halbjahr gerechnet – Mitgrund sind die regulatorisch bedingt reduzierten Paketmengen aus Asien. (red)

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