WIEN. Steigende Preise und zunehmende Intransparenz sorgen bei vielen Konsumenten für wachsenden Unmut. Laut einer aktuellen Marketagent-Studie im Auftrag von idealo.at sind Inflation und Lebenshaltungskosten derzeit das größte wirtschaftliche Sorgen-Thema. 87% geben an, dass ihnen diese Entwicklung große oder zumindest eher große Sorgen bereitet, 63% fühlen sich beim Einkaufen häufig genervt oder frustriert. Zwei Drittel berichten zudem, dass ihr persönlicher Preisfrust zuletzt weiter zugenommen hat.
Teuerung ohne Fluchtweg
Besonders betroffen sind jene Bereiche, die für Haushalte unvermeidbar sind. An erster Stelle stehen Lebensmittel (89%) und Energie (86%). Aber auch Drogerie, Möbel, Kleidung oder Elektronik sorgen bei mehr als der Hälfte der Befragten für Unmut. Haupttreiber sind steigende Preise (61%) sowie der Eindruck, dass unverbindliche Preisempfehlungen künstlich hoch angesetzt werden (42%). Besonders stark betroffen sind Haushalte mit geringerem Einkommen, in denen vier von fünf Personen ausgeprägten Preisfrust erleben. Auch Frauen (67%) berichten häufiger von Belastung als Männer (60%).
Weitere Steigerungen?
„Unsere Daten zeigen eine hohe Sensibilität gegenüber Preissteigerungen. Und das auf Basis einer Erhebung, die noch vor den jüngsten geopolitischen Entwicklungen rund um den Iran durchgeführt wurde. Es ist davon auszugehen, dass sich der wahrgenommene Preisdruck weiter verstärken wird“, berichtet Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von Marketagent.
Als Reaktion passen viele ihr Kaufverhalten an. 81% haben bereits Preisvergleichsplattformen genutzt, 83% investieren bewusst Zeit in Preisvergleiche, um Geld zu sparen. 73% haben zudem erlebt, dass ein Produkt kurz nach dem Kauf anderswo deutlich günstiger angeboten wurde. Entsprechend groß ist der Wunsch nach mehr Transparenz: 84% möchten Preisverläufe nachvollziehen können, um den richtigen Kaufzeitpunkt zu finden. Preisvergleiche werden damit zunehmend zur neuen Normalität im Alltag.
Problem ist international
Auch im internationalen Vergleich zeigt sich ein Spannungsfeld. 78% nehmen deutliche Preisunterschiede zwischen europäischen Anbietern und internationalen Plattformen wahr. Während heimische Shops mit 91% das höchste Vertrauen genießen, empfinden viele die Preise dort als zu hoch. 76% geben an, sich beim Vergleich mit internationalen Angeboten benachteiligt zu fühlen. Gleichzeitig wären ebenso viele bereit, für gesicherte Qualität mehr zu bezahlen. (red)
Neue Strukturen und klare Strategien
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