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Schärdinger präsentiert Klima-Offensive © Berglandmilch

Abwasserreinigungs- und Biogasanlage

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Abwasserreinigungs- und Biogasanlage

Redaktion 25.07.2022

Schärdinger präsentiert Klima-Offensive

Über 40 Millionen Euro wurden in den letzten Jahren bei Schärdinger für nachhaltige Projekte investiert.

WELS. Die aktuelle Gas- und Klimakrise hat viele Unternehmen zum Umdenken gebracht. Die Prioritäten haben sich geändert. War es bis vor wenigen Monaten noch wichtig, Energie so günstig wie möglich zu erwerben, steht nun Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und autarkes Wirtschaften im Vordergrund. Bei Schärdinger setzt man seit Jahren auf nachhaltige und regionale Lösungen. Ein Weg der sich zusehends bezahlt macht.

„Wir möchten den eingeschlagenen Weg einer nachhaltigen Milchverarbeitung konsequent weitergehen. Ein Zurück zu klimaschädlichen fossilen Alternativen zu Erdgas soll es nicht geben. Die großen Molkereistandorte werden binnen Jahresfrist auf Biomasse- und Biogasbetrieb umgestellt sein.“, erläutert Geschäftsführer DI Josef Braunshofer.

Das Land NÖ unterstützt den Weg von Schärdinger. Landeshauptfrau Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf: „Der Ukraine-Krieg und auch die Pandemie haben uns vor Augen geführt, wie wichtig die Versorgungssicherheit ist. Also die Gewissheit, dass wir genug Lebensmittel haben genauso wie die Frage, ob wir genug Energie haben und was diese Energie kostet. Sollte es zu einer Energielenkung durch den Bund kommen, muss es daher auch Sicherheit für die Lebensmittelproduktion geben, denn sonst bleiben zwar Wohnungen warm, aber die Supermärkte leer. Mit den großen Investitionen macht sich die größte Molkerei Österreichs de facto unabhängig von russischem Gas. Die Berglandmilch setzt auf die Kraft der Heimat und erhöht nicht nur ihre eigene Unabhängigkeit, sondern erhöht damit auch die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln für ganz Österreich!“

Mehr als 10 Jahre ist es her, dass im ersten Werk ein Biomasse Heizkraftwerk in Betrieb genommen wurde. Seither wirtschaftet die Molkerei Wörgl ohne Gas oder andere fossile Energieträger. Ausschließlich mit Biomasse, das zum Gutteil aus den Wäldern der genossenschaftlichen Eigentümer, den Milchbäuerinnen und Milchbauern stammt. Überschusswärme wird in ein Nahwärmenetz abgegeben und so werden 1.300 Haushalte der Stadt Wörgl mit Wärme versorgt
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Ein Schritt, der durch die positiven Erfahrungen und die nachhaltige Unternehmensphilosophie von Schärdinger zum weiteren Ausbau bewegte. So entschied man sich 2013 auf 100 % Ökostrom umzustellen. Mittlerweile bedecken zudem Photovoltaikanlagen mit einer Fläche von über fünf Fußballfeldern die Dächer der insgesamt acht Werke der Berglandmilch.

Ein weiteres Nachhaltigkeitsprojekt des Unternehmens durfte heute offiziell eröffnet und in Betrieb genommen werden – die Abwasserreinigungs- und Biogasanlage in Aschbach-Markt. An diesem Standort befindet sich die größte Molkerei Österreichs. Mehr als 15 % des gesamten österreichischen Milchaufkommens werden hier verarbeitet. Die bisherige Reinigungsanlage stieß an ihre Grenzen. Nun wirtschaftet man mit neuen Technologien effizient und nachhaltig.

Um Milch haltbar zu machen, muss sie pasteurisiert also erhitzt werden, wofür viel Energie notwendig ist. Dieser Bedarf wird für gewöhnlich mit Gas gedeckt. Bei Schärdinger hat man den kompletten Ausstieg aus fossilen Energieträgern eingeläutet und löst dadurch sukzessive Erdgas als Energieträger durch nachhaltige, regionale Alternativen ab. Im Zuge des Baus der neuen Abwasserreinigungsanlage des Werkes Aschbach-Markt wurde daher auch beschlossen, eine Biogasanlage zu errichten. Diese wird mit den Feststoffen der Reinigungsanlage gespeist. Das entstehende Gas kann direkt in der Molkerei genutzt werden. Damit werden 25 % bis 30 % des Gasbedarfes gedeckt.

Um jedoch zu knapp 100 % unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden, ist nicht nur in Aschbach-Markt ein weiteres Biomasse-Heizkraftwerk geplant, das im Laufe des Jahres 2023 in Betrieb gehen soll. Auch in der Molkerei Feldkirchen bei Mattighofen wird bereits im Dezember des heurigen Jahres Biomasse aus regionalem Holzhackgut, Erdgas als Energieträger ablösen. In Klagenfurt wiederum besteht eine Kooperation mit der Stadtwerke AG Klagenfurt, um die Fernwärme aus Biomasse ab Frühsommer 2023 nutzen zu können.

Berglandmilch eGen:
Die Berglandmilch ist das größte österreichische Milchverarbeitungs- und Vertriebsunternehmen mit neun Standorten und steht im alleinigen Eigentum von mehr als 9.000 Milchbäuerinnen und Milchbauern. Berglandmilch tritt mit so bekannten Marken wie Schärdinger, Tirol Milch, Lattella und Stainzer am Markt auf. Bäuerliche Tradition in Verbindung mit ganzheitlichem Qualitätsdenken und dem Mut neue und zukunftsweisende Wege zu gehen, spiegeln sich in vielfältigen und innovativen Produkten wider. (red)

www.berglandmilch.at

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