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Swarovski baut am Stammsitz Mitarbeiter ab KMA/Thomas Boehm

Swarovski Werk Wattens

KMA/Thomas Boehm

Swarovski Werk Wattens

Redaktion 14.10.2015

Swarovski baut am Stammsitz Mitarbeiter ab

Unternehmen vermeldete gleichzeitig für heuer zweistellige Umsatzzuwächse

WATTENS. Der Kristallkonzern Swarovski baut an seinem Stammsitz im Tiroler Wattens rund 200 Mitarbeiter ab. "Aufgrund des Volumenrückgangs und des daraus resultierenden Kostendrucks" müsse der Personalstand "angepasst" werden, teilte der Konzern am Mittwoch in einer Aussendung mit. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, dass der Kristallbereich heuer zweistellige Umsatzzuwächse verzeichne. Die betroffenen Mitarbeiter seien am Mittwoch informiert worden. Die Maßnahmen seien mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt worden und sollen in erster Linie über natürliche Fluktuation abgefedert werden. Darüber hinaus setze das Unternehmen auf sozialverträgliche Lösungen im Rahmen der bestehenden Swarovski-Arbeitsstiftung. Der Konzern sprach von einer Fortsetzung der "Neuausrichtung", um "dem Abschmelzen eines wesentlichen Vertriebskanals im Firmenkundengeschäft" Rechnung zu tragen. Das Komponentengeschäft sei weiterhin mit sich verändernden Marktrealitäten konfrontiert und setze den strategischen Umbau fort. Im Zuge dieses strategischen Umbaus des Komponentengeschäfts solle künftig verstärkt in kundennahe Dienstleistungen, Innovation und Neugeschäfte investiert werden. Das Unternehmen gab auch ein "klares Bekenntnis" zum Standort Wattens ab. Swarovski stehe fest zu Wattens als "wichtigsten Produktionsstandort und Zentrum für Innovation". In den nächsten drei Jahren seien mit mehr als 90 Mio. € "massive Investitionen" vorgesehen. Die Innovations- und Technologiekompetenz soll in Wattens konzentriert werden. Zum bisher letzten großen Personalabbau bei Swarovski war es im Herbst 2014 gekommen. Damals kündigte man ebenfalls an, bis Ende des Jahres rund 200 Mitarbeiter, primär im Produktionsbereich, abzubauen. Im Jahr 2014 hatte der Kristallkonzern einen Umsatz von 3,05 Mrd. € erzielt. (APA)

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