WIEN. Für einige Handelsbranchen ist der Valentinstag einer der wichtigsten Umsatzimpulse des Jahres – und der Stellenwert des Fests der Liebe bleibt ungebrochen hoch: Laut dem jüngsten HV Consumer Check planen auch in diesem Jahr mehr als zwei Drittel der Österreicher (68%), heuer jemanden zum Valentinstag zu beschenken.
Stationärhandel profitiert
„Ob Blumen, Süßigkeiten oder persönliche Aufmerksamkeiten: Viele Menschen nutzen den Tag der Liebe ganz bewusst, um Nähe und Wertschätzung zu zeigen. Auch diesmal werden die Geschenke für den Valentinstag bevorzugt im stationären Handel gekauft. Insgesamt erwarten wir einen Valentinstags-Umsatz von rund 200 Millionen Euro“, fasst HV-Geschäftsführer Rainer Will die wichtigsten Ergebnisse der Befragung zusammen.
Demnach geben die Österreicher im Schnitt 85 € für Valentinsgeschenke aus; davon profitieren neben dem Einzelhandel auch die Gastronomie und die Dienstleistungsbranche (u.a. Kosmetik).
Beschenkt werden am Valentinstag vor allem die engsten Bezugspersonen: Allen voran der eigene Partner (34%) bzw. Ehefrau/-mann (23%). Doch auch Mütter (12%) oder Freunde (8%) dürfen sich über Aufmerksamkeiten freuen. Besonders beliebt sind neben den Klassikern Blumen und Pflanzen (57%) sowie Schokolade und Süßes (23%) auch Gutscheine (15%) und Erlebnisgeschenke wie Theater- und Kinobesuche (10%).
„Insbesondere für Floristen und Blumenhandlungen gehört der Valentinstag gemeinsam mit dem Muttertag zu den wichtigsten Tagen des Jahres. Vor allem Blumen bzw. Pflanzen werden nahezu zu 100% stationär gekauft“, erklärt Will. Der Valentinstag bleibe somit „ein emotionaler Fixpunkt im Einzelhandel. Gerade in wirtschaftlich weiterhin herausfordernden Zeiten sorgt er für wichtige Kaufimpulse. Umso schöner, wenn solche emotionalen Anlässe zugleich regionale Betriebe und Arbeitsplätze stärken“, betont Will.
Interessant: Männer verschenken deutlich öfter Blumen oder Pflanzen (70%) als Frauen (42%), bei Süßigkeiten ist es umgekehrt: Nur 14% der Männer schenken Schokolade, Pralinen & Co., bei Frauen tut dies jede dritte (32%).
Bonbons in aller Munde
Wie populär Pralinen sind, unterstreicht auch eine aktuelles Shopper Panel von YouGov: Demnach kauften acht von zehn Österreichern im vergangenen Jahr mindestens einmal Pralinen – damit zählen sie zu den beliebtesten Süßigkeiten des Landes. „Die Kategorie ist nicht nur rund um den Valentinstag relevant, sondern bietet das ganze Jahr über Ansatzpunkte für sortiments- und promotionseitige Impulse“, so Kathrin Preiser-Waldbauer, Senior Consultant Consumer Panel & Services bei YouGov. (red)
Wiener Startup eustella entwickelt KI-App für Europa
Das Wiener Startup eustella plant den Aufbau einer europäischen Alternative zu bestehenden KI-Anwendungen wie ChatGPT. Laut einer aktuellen Analyse nutzen rund 133 Millionen Menschen
