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Twitter: Ende der Fusionsfantasien APA AFP Emmanuel Dunand
APA AFP Emmanuel Dunand

Redaktion 11.10.2016

Twitter: Ende der Fusionsfantasien

Aktien des Kurznachrichtendiensts brechen ein.

SAN FRANCISCO. Twitter-Aktionäre haben nach einem Medienbericht über den Rückzug sämtlicher Übernahme-Interessenten die Flucht angetreten; die Titel des Kurznachrichtendiensts brachen am Montag im vorbörslichen Handel an der New Yorker Wall Street um fast elf Prozent ein. Händler führten die Kursverluste auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Wochenende zurück, demzufolge keiner der potenziellen Kaufinteressenten ein Offert für den US-Konzern abgeben will.Ursprünglich waren Medienberichten zufolge Google, Microsoft, Apple, Walt Disney und Salesforce an einer Übernahme interessiert. Die Twitter-Aktien waren in der Aussicht auf einen möglichen Bieterwettkampf in die Höhe geschnellt. Vergangene Woche hatten sie aber bereits knapp 14% verloren, als die auf Technologiethemen spezialisierte Internetseite Recode berichtet hatte, Google und Apple hätten kein Interesse mehr an einer Übernahme.

Bloomberg berichtete nun, Twitter erwäge andere Optionen, sein schwächelndes Geschäft wieder auf Vordermann zu bringen; möglich seien Verkäufe von Sparten, die nicht zum Kerngeschäft gehörten, schrieb die Agentur unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Twitter wird seit Längerem als Übernahmekandidat gehandelt. Das Wachstum des einstigen Internet-Stars ist ins Stocken geraten, Twitter ist deutlich hinter die Platzhirsche Google und Facebook zurückgefallen; im vergangenen Quartal erzielte Twitter das geringste Umsatzplus seit dem Börsengang im November 2013.

Idee von "Wired" zur "kooperativen Plattform-Inhaberschaft"
P.S.: Für alle Twitter-Fans, die jetzt besorgt die Stirn runzeln, hat "Wired"-Kolumnist Johnny Haeusler ein Experiment gestartet: "Was wäre, wenn Twitter keinem Unternehmen gehören würde, sondern der Allgemeinheit?", fragt er. Konkret: "Wie würde eine Gruppe von Investoren und Twitter-Fans die Plattform betreuen, regeln, betreiben? Was würden wir anders machen als das aktuelle Twitter-Management?" Wer mitmachen will: https://goo.gl/2AqLPB  (APA/red)

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