WIEN. Im Rechnungshofausschuss des Nationalrats wurden dieser Tage in Bezug auf die Schaffung eines „Facharzts für Allgemeinmedizin” Fortschritte angekündigt. Laut Katharina Reich, Chief Medical Officer im Gesundheitsministerium und Leiterin der Ärzteausbildungskommission, soll in den nächsten Tagen ein Bericht abgestimmt und freigegeben werden.
Keine Mehrheit konnte Reich zufolge in der Kommission hingegen in Bezug auf Vorschläge erzielt werden, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte im Anschluss an ihre Ausbildung zumindest für ein paar Jahre zur Annahme einer Kassenstelle zu verpflichten, um dem Ärztemangel in manchen Bereichen entgegenzuwirken; ein entsprechender Zwang würde die Betroffenen eher vertreiben, gab sie zu bedenken.
Laut Gesundheitsminister Johannes Rauch gibt es aber ein Bewusstsein bei den involvierten Stellen, dass sich etwas ändern müsse. Ein Festhalten am jetzigen System würde bedeuten, dass die Zahl der Wahlärzte weiter steige und der Kassenbereich weiter ausgedünnt werde, mahnte er. (red)