HEALTH ECONOMY
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Präsentierten den Vollausbau der E-Medikation: Wurstbauer, Mursch-Edlmayr, Biach und Schörghofer (v.l.).

Redaktion 13.12.2019

E-Medikation ausgerollt

Ärzte und Apotheken können bei Medikamenten prüfen, ob Patienten andere Produkte nehmen, die Wechselwirkungen verursachen.

WIEN. Die E-Medikation steht ab sofort flächendeckend zur Verfügung, Ende November wurde die Ausrollung mit Wien in allen Bundesländern abgeschlossen. Damit werden nun alle von Ärzten verordneten und die rezeptfrei abgegebenen Medikamente in einer Liste gespeichert. Wechselwirkungen können so überprüft und Doppelverschreibungen verhindert werden. Erstmals kann die E-Card dafür jetzt auch in der Apotheke eingesetzt werden. In allen rund 1.400 Apotheken und bei über 6.300 der insgesamt rund 7.000 Vertragsärzten werden nun alle Medikamente elektronisch erfasst. Nur Ärzte, die älter als 65 sowie Wahl- und Zahnärzte sind, müssen nicht an dem System teilnehmen.

Infos auch in Apotheken

Neu ist, dass die Patienten auch in der Apotheke ihre Medikamentenliste einsehen können und die Apotheke auch die rezeptfreien Medikamente (fast jedes zweite Präparat) auf Wechselwirkungen prüfen kann, erläuterten Hauptverbands-Chef Alexander Biach, Vize-Generaldirektor Volker Schörghofer, Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr und ihr Vize Christian Wurstbauer am Mittwoch. Ziel sei es, dass die Patienten in der Apotheke von sich aus auch danach fragen; das soll auch mit einer Informationskampagne erreicht werden. (red)

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