HEALTH ECONOMY
© FOPI/APA-Fotoservice/Hörmandinger

Die AGES und die forschenden Pharmaunternehmen zogen Bilanz und präsentierten aktuelle Innovationen am Markt.

Redaktion 17.05.2024

Gut investiert

Ein aktueller Bericht zeigt das große Investitionsvolumen für die Pharmaforschung und wie Österreich davon profitiert.

••• Von Katrin Grabner

WIEN. Über 42 Mrd. € investiert die europäische Pharmaindustrie jährlich in die Erforschung innovativer Therapien und Arzneimittel. Mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 12,4% vom Umsatz ist sie die mit Abstand forschungsintensivste Branche aller Technologiesektoren – deutlich vor der IT, der Auto- oder der Luftfahrtindustrie. Auch Österreich profitiert davon: 2023 wurden hierzulande 36 innovative Arzneimittel zugelassen, wie ein Bericht zeigt.

Durchbruch bei Impfungen

In den vergangenen zehn Jahren kamen über 400 innovative Pharmazeutika in Österreich auf den Markt, 2023 waren es 36, wie ein aktueller Bericht der Medizinmarktaufsicht der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) zeigt. „Die Zahl der Innovationen liegt – nach dem postpandemischen ‚Ausreißer-Jahr' 2022 – wieder im langjährigen Schnitt”, erklärte Günter Waxenecker, Leiter der AGES-Medizinmarktaufsicht. Ein Drittel der neu zugelassenen Medikamente 2023 sind Krebsmittel. Als besonderer Durchbruch werden allerdings zwei Impfstoffe gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) gehandelt.

Mahnende Worte

„All diese Fortschritte macht das hohe und risikoreiche Investment der forschenden Pharmaindustrie möglich”, betonte Julia Guizani, Präsidentin des FOPI. Rund die Hälfte der Kosten zur Entwicklung eines Arzneimittels entfalle auf klinische Studien. Österreich verfüge zwar über „medizinisch hervorragende universitäre Kliniken”, man müsse aber „tunlichst darauf achten, die Reputation und die Rahmenbedingungen für klinische Forschung zu erhalten”, mahnte Guizani.

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL