HEALTH ECONOMY
© Krebshilfe/Kiefhaber

Doris Kiefhaber und Paul Sevelda (beide Krebshilfe Österreich) starten mit dem Nikolotag eine neue Initiative.

Redaktion 03.12.2021

Krebs-Kampagne

Erfolgreiche deutsche Initiative startet nun in Österreich. „Grüne Socken” schaffen Awareness für Unterleibskrebs.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Viele Unterleibskrebs-Patientinnen klagen therapiebedingt über kalte Füße. Die beiden Vereine „Eierstockkrebs Deutschland e.V.” und die Österreichische Krebshilfe bringen die in Deutschland bereits etablierte Aktion „Grüne Socken”ab 6. Dezember nach Österreich. Frauen mit Unterleibskrebs erhalten auf Wunsch während des Aufenthalts in einem zertifizierten gynäkologischen Zentrum grüne Socken – gestrickt mit Liebe und viel positiven Gedanken von „unbekannten” Frauen.

Großes Interesse

Andrea Krull, Vorsitzende des Vereins „Eierstockkrebs Deutschland e.V.”, startete vor einigen Jahren eine Kampagne, bei der innerhalb kürzester Zeit Tausende Strickerinnen mitmachten. Ihre Socken wurden über die zertifizierten gynäkologischen Zentren in Deutschland an Patientinnen abgegeben. „Die Socken sollen Patientinnen wärmen und das wohlige Gefühl vermitteln, dass es Menschen gibt, die an sie denken und mit vielen positiven Gedanken grüne Socken stricken”, meint Brigitte Senger, die über ihren YouTube-Kanal „knitandshine” Strickerinnen in Österreich gesucht hat, die aktiv an einer Grünen-Socken-Aktion in Österreich mitarbeiten wollen.

Zertifizierte Zentren

„Ich habe viel positives Feedback erhalten und dabei auch gelernt, dass kalte Füße tatsächlich ein Problem sind, unter dem viele Unterleibskrebs-Patientinnen therapiebedingt leiden”, sagt Krebshilfe-Präsident und Unterleibskrebs-Experte Paul Sevelda. Mit der Aktion wolle man nicht nur auf die Thematik „Unterleibskrebs”, sondern auch gezielt auf die zertifizierten gynäkologischen Zentren hinweisen, betont Krebshilfe Geschäftsführerin Doris Kiefhaber.

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