HEALTH ECONOMY
© Wiener Gesundheitsverbund/Bohmann

WiGev-Spitze Michael Binder, Evelyn Kölldorfer Leitgeb und Herwig Wetzlinger (v.l.) präsentierten die wichtigsten Zahlen.

Redaktion 01.03.2024

Wien modernisiert

Der Wiener Gesundheitsverbund präsentierte die Bilanz 2023 und stellte Modernisierungspläne für Spitäler vor.

••• Von Katrin Grabner

WIEN. 3,3 Mrd. € stehen dem Wiener Gesundheitsverbund (WiGev) bis 2030 für die Erneuerung der Kliniken zur Verfügung – rund 267 Mio. € beziehungsweise 388 Mio. € davon wurden allein in 2022 und 2023 realisiert, wie der WiGev nun von Generaldirektorin Evelyn Kölldorfer-Leitgeb bei einer Pressekonferenz verkündet. Neben einem Modernisierungsanspruch machen vor allem stark gestiegene Energiekosten Sanierungsmaßnahmen in den WiGev-Einrichtungen unumgänglich.

Hohe Energiepreise

Laut Bilanz 2023 stiegen die Energieausgaben (Strom, Gas sowie Wärme und Fernkälte) von 81,4 Mio. € in 2022 auf 178,8 Mio. € im vergangenen Jahr. Grund dafür waren laut Herwig Wetzlinger, Generaldirektorin-Stellvertreter des WiGev, gestiegene Energiepreise in Kombination mit einer inflationsbedingten Teuerung. Für das laufende Jahr 2024 erwarte man allerdings rückläufige Entwicklungen. Gleichzeitig werden im Zuge der Modernisierungen Maßnahmen gesetzt, um den Energieverbrauch zu optimieren.

„Alles nach Plan”

2023 konnten laut Wetzlinger bereits mehrere Projekte fertiggestellt werden, darunter das neue Zentralgebäude der Klinik Hietzing oder der Rohbau des Forschungsgebäudes „Anna Spiegel II” am Areal des Allgemeinen Krankenhauses (AKH).

Gebaut wird dabei im laufenden Betrieb. „Zeit- und Kostenpläne penibel einzuhalten, gewinnt hier eine noch größere Bedeutung. Umso mehr freut es mich, dass wir schon in mehreren der genannten Projekte sowohl im Timing, als auch bei den Kosten unter Plan bleiben konnten”, sagte Wetzlinger, der außerdem die Bedeutung der Bauprojekte für die derzeit strauchelnde Baubranche betonte.

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