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Parteien auf Twitter Präsenzverlauf der österreichischen Parteien auf Twitter von Mai bis ­September.

Redaktion 06.10.2017

879.000 Tweets

Der Wahlkampf hinterlässt auch auf Twitter seine Spuren; die Parteien können sich in Szene setzen.

WIEN. Anlässlich der bevorstehenden Nationalratswahl analysiert das österreichische Medienbeobachtungsunternehmen Meta Communication International die Social-Media-Performance heimischer Parteien und deren Vertreter. Twitter kommt dabei besondere Bedeutung zu: Der Kurznachrichtendienst wird vor allem von Journalisten, Politikern, Fachleute und anderen Meinungsführern zum Informationsaustausch verwendet. Eine Präsenzanalyse spiegelt damit die Trends und Themenschwerpunkte im öffentlichen Diskurs wider.

Die interessantesten Erkenntnisse bisher: Seit 1. Mai hat Meta mehr als 879.000 Tweets mit Nennungen der wahlwerbenden Parteien und zentraler Akteure erfasst. Mit den TV-Diskussionen auf ORF, Puls 4, ATV und ServusTV steigt die Präsenz aller Parteien deutlich an. Allein zur ersten „Elefantenrunde” auf Puls 4 wurden rund 18.000 Tweets abgesetzt.
Die meiste Aufmerksamkeit kommt ÖVP, SPÖ und FPÖ zu: sie vereinen täglich bis zu 80% aller erfassten Nennungen. Während die Grünen eine vergleichsweise geringe Sichtbarkeit aufweisen, können die Neos wie auch die Liste Pilz in Relation zu ihrem Wählerpotenzial sehr gut durchdringen.
„Aber: Eine erhöhte Präsenz muss keinen Erfolg bedeuten. Via Social Media finden vor allem auch Negativschlagzeilen weite Verbreitung”, sagt Maximilian Freissler, Leiter Medienanalysen bei Meta. „Nach den Vorwürfen gegen das Team Kurz wegen beschönigter Statistiken zur Entwicklungshilfe rücken nun die Beschuldigungen gegen die SPÖ und das vermutete ­Dirty Campaigning gegen Sebastian Kurz in den Fokus.” (red)

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