MARKETING & MEDIA
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Gedruckte Zeitungen dominierten 2014 wie schon 2000 den Werbemarkt.

10.07.2015

Der Markt wächst – und mit ihm auch die Gattungen

Werbespendings Markt wuchs von knapp 1,9 Milliarden auf 3,3 Milliarden Euro; Print nach wie vor stärkstes Medium

Generelles Wachstum mit verschobenen Marktanteilen; besonders zu kämpfen hatten Illustrierte und Magazine.

Wien. 2.000 Ausgaben medianet – Anlass genug, die Entwicklung des Werbemarkts, der ja stets Kernelement der medianet-Berichterstattung war, von der ersten Ausgabe im Jahr 2001 bis in die Jetztzeit noch einmal Revue passieren zu lassen.

Starke Platzhirsche

Knapp 1,9 Milliarden Euro schwer war der Werbemarkt um die Jahrtausendwende. Damals wie heute machte das Bruttowerbeaufkommen im Bereich der gedruckten Tageszeitungen laut Fokus den größten Teil aus: 592 Millionen Euro und damit 31,2% aller getätigten Spendings entfielen auf diesen Bereich. Zweitstärkster Sektor im Jahr 2000 war das TV mit 480 Mio. Euro (25,3%), gefolgt von den Illustrierten und Magazinen mit 355 Mio. Euro (18,7%).
In den letzten 14 Jahren stieg der gesamte Werbemarkt in puncto Bruttospendings von eben diesen 1,9 Milliarden Euro auf 3,3 Milliarden Euro im vergangen Jahr 2014, rechnet Focus vor. Die Spendings bei den Tageszeitungen wuchsen von knapp 600 Millionen über zwischenzeitlich über eine Milliarde in 2013 auf nunmehr 992 Millionen Euro, die regionalen Wochenzeitungen steigerten sich kontinuierlich von 132 auf 334 Millionen Euro. TV, Radio, Außenwerbung wie auch das Kino stiegen in den letzten Jahren an – siehe Tabelle.
Auch die Fachzeitschriften wuchsen von 59 Millionen Euro auf 104 Millionen Euro – hier gab es allerdings einen Rückgang mit der Krise nach dem Hoch von 140 Millionen Euro im Jahr 2008.
Als einzige Gattung gesamt rückläufig präsentieren sich die ­Illustrierten und Magazine, die wie bekannt von der so oft zitierten Printkrise am stärksten betroffen sind: Von noch 355 Millionen Euro Spendings im Jahr 2000 sank man trotz Gesamtmarkt-Wachstums bis 2014 auf 309 Millionen Euro, so die Focus-Zahlen. Eine Sonderstellung nimmt Online ein: Vom Nullpunkt des Aufkommens der Onlinewerbung an wuchsen hier die Spendings auf 229 Millionen Euro im Jahr 2014 an – die stärksten Wachs­tüme verbuchte die Gattung ab dem Jahr 2008.

Marktanteile halbiert

Neben den Anstiegen bei den Spendings zeigte sich der Markt vor allem, bezogen auf die Marktanteile, in Veränderung: Das Markt-Zugpferd Print hatte 2000 noch 31,2% aller Spendings, 2014 waren es 29,6%. Dazwischen erlebte man ein Hoch von 32,7% im Jahr 2010. TV steigerte sich von 25,3% auf 28,2%, deutlich war der Anstieg vor allem in den letzten zwei Jahren, wo man am Markt über 3 Prozentpunkte zulegen konnte. Einbußen gab es für Radio: Auch wenn die Spendings gesamt wuchsen, verlor man laut Focus von 8,3% auf nun 5,8%. Die Verluste der Illustrierten und Magazine spiegeln sich auch bei den Gesamtanteilen wider: von 18,7% des Marktvolumens halbiert auf 9,2%. (hof)

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