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© Grayling/Peter Rigaud

Grayling-CEO Sigrid Krupica weiß, worauf es bei Cyberangriffen ankommt.

Redaktion 07.10.2022

Digitale Attacken

Cyberangriffe haben sich in der Krisenkommunikation zu einem gefährlichen Dauerbrenner entwickelt.

••• Von Sascha Harold

WIEN. Mit der fortschreitenden Digitalisierung steigt auch die Gefahr von Cyberangriffen kontinuierlich. Das bedeutet nicht nur Handlungsbedarf für IT-Fachkräfte, sondern erfordert auch in der Kommunikation professionelles Handeln. Die Schäden solcher Attacken werden komplexer – auch für die Reputation. Erst vor kurzem führte die Cyberattacke auf ein österreichisches Bundesland das wieder drastisch vor Augen.

Schaden für die Reputation

Die Wiener Agentur Grayling weiß, was in solchen Fällen kommunikativ getan werden muss. „Aufgrund der schieren Menge an Datenhacks ist es nicht immer klar, ob und wie groß der Schaden für die Reputation der betroffenen Marke ist. Das heißt allerdings nicht, dass man als Kommunikationsprofi ‚erfolgreiche' Hackerangriffe auf die leichte Schulter nehmen sollte”, so Sigrid Krupica, CEO von Grayling.

Ein besonderes Problem von Cyber-Angriffen: Oft wird der Schaden erst einige Zeit nach der eigentlichen Attacke bemerkt. „Wenn die Produktion ganz plötzlich lahmgelegt ist, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinen Zugriff auf ihre Geräte mehr haben oder schlichtweg unerreichbar sind, ist man zunächst in der internen Kommunikation ordentlich gefordert”, so Krupica. Im vergangenen Jahr habe die Agentur gleich drei Unternehmen bei solchen Krisen Unterstützt.
Die dringendsten Maßnahmen nach Erkennen eines Angriffes liegen auf der IT-Seite und betreffen unter anderem das Finden der Lücke, die Verhinderung weiterer Schäden oder die Identifizierung möglicherweise gestohlener Daten.

Kommunikation essenziell

Kommunikativ ergibt sich daraus weiterer Handlungsbedarf: „Erstens ist es wichtig, die Verantwortung gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten ernst zu nehmen. Zweitens stellt die Reaktion eines Unternehmens auf einen Hackerangriff – oder das Ausbleiben einer solchen – mitunter ein größeres Risiko für die Reputation dar als das Datenleck selbst”, so ­Krupica. Die Art und Weise wie eine Organisation reagiere könne die Sichtweise wichtiger Stakeholder nachhaltig beeinflussen. Deshalb es ist wichtig, rasch zu kommunizieren.

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