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Astrid Koblanck rechnet bis 2022 mit deutlichen Umsatzeinbußen.

Redaktion 27.11.2020

Leere Bühne, leere Kassa

Die Musik- und Bühnenverlage leiden unter drastischen ­Umsatzeinbrüchen und fordern rasche Hilfsmaßnahmen.

WIEN. Anders als Opernhäuser, Theater oder Konzerthallen müssen Musik- und Bühnenverlage im Lockdown zwar nicht schließen, aber die wirtschaftliche Situation ist dennoch schlecht.

„Allein heuer wird der Umsatzrückgang aus dem direkten Rechtegeschäft 15 Mio. Euro betragen. Zusätzlich reduzieren sich für die Einnahmen von den Verwertungsgesellschaften um bis zu 70%”, rechnet Astrid Koblanck, Vorstand Universal Edition AG, Vorstand der Musikverleger Union Österreich und Präsidentin des Verbands der Bühnenverleger Österreichs, vor.


Keine rasche Erholung

Trübe sind auch die Aussichten für das nächste Jahr, da die AKM-Tantiemen deutlich geringer als üblich ausfallen werden.

Zusätzlich zu Kurzarbeit, Fixkostenzuschüsse und Investitionsprämien brauche die Branche noch weitere Hilfen, um die Durststrecke zu überstehen. „Auch die Musik- und Bühnenverlage als direkt von der Coronakrise betroffene Unternehmen sollten die Umsatzausfälle in Höhe von 80% ersetzt bekommen”, fordert Koblanck. Dass sie und der AKM-Präsidenten für Anfang Dezember einen Termin im Finanzministerium bekommen haben, sei ein erster Lichtblick, der ein wenig Hoffnung mache.

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