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EntspannungLidl und Hofer läuteten bereits eine Preisreduktion bei 100 Artikeln ein und auch für den übrigen LEH ist der Preisalarm erst einmal ruhig gestellt: Die Teuerung bremst sich deutlich ein.

Redaktion 06.10.2023

Der Preisauftrieb im LEH ist vorbei

Sinkende Preise: Christian Prauchner, Sprecher des LEH in der WKÖ, fordert ein Ende der Symbolpolitik.

WIEN. Der Preisdruck bei Lebensmitteln lässt nach. Das bestätigt auch die Schnellschätzung von Statistik Austria mit 6,1% Inflationsrate für September 2023 – der niedrigste Wert seit dem Konflikt in der Ukraine im Februar 2022.

Hauptverantwortlich für den Rückgang sind zwar die sinkenden Preise für Haushaltsenergie, aber auch bei Lebensmitteln habe „der Preisdruck weiter nachgelassen”, verlautet Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Energieintensive Produktion

Dass die Teuerung für Nahrungsmittel über der allgemeinen Inflationsrate liegt, lässt sich laut Sebastian Koch vom Institut für Höhere Studien (IHS) hauptsächlich darauf zurückführen, dass die Produktion von Lebensmitteln „hochgradig energieintensiv” ist. Daher schlagen sich die stark gestiegenen Energiekosten auch erheblich auf das Preis-niveau nieder.

Christian Prauchner, Obmann des Lebensmittelhandels in der WKÖ, hält in Anbetracht der aktuellen Entspannung bei den Preisen fest: „Die aktuell diskutierte Preistransparenzdatenbank erscheint vor diesem Hintergrund als unnötig und eine Verschwendung von Ressourcen. Die Bundesregierung und die Unternehmen könnten diese Mittel sehr viel zielführender an anderer Stelle einsetzen, anstatt in eine Plattform zu investieren, die keinen Mehrwert bietet und hohe Kosten verursacht.” (red)

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