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© APA/Tobias Steinmaurer

WKÖ-Präsident Harald Mahrer erwartet harte KV-Verhandlungen, betont aber „ungetrübtes Verhältnis” mit der Gewerkschaft.

Redaktion 08.09.2023

Ein zäher Brocken liegt an

Die Kollektiverhandlungen starten noch im September. Aufgrund der anhaltend hohen Inflation dürften sie schwierig werden.

WIEN. Die Inflation ist weiter hoch: Auf 9,6% belief sie sich im Zeitraum September 2022 bis August 2023. Ergo erwarten die Sozialpartner bei der Herbstlohnrunde harte und lange Verhandlungen. „Das wird eine der schwierigsten Lohnrunden sein, die es je gab”, sagt dazu Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer.

Die Kollektivvertragsverhandlungen in der Metalltechnischen Industrie (137.000 Beschäftigte) starten am 25. September. Der Start der KV-Verhandlungen für 430.000 Handels-Angestellte folgt dann im Oktober.

Wettbewerbsfähig bleiben

Der WKÖ-Chef warnte davor, bei den Lohnverhandlungen den Aspekt Wettbewerbsfähigkeit zu negieren. „Wenn ich den ausblende, dann kann es passieren, dass es nicht nur zu einer schleichenden Abwanderung und Bedrohung kommt, sondern zu einer ganz realen und unmittelbaren”, so Mahrer. Das Verhältnis zwischen Wirtschaftskammer und Gewerkschaft ist laut dem WKÖ-Präsident aber ungetrübt. „Wir haben ein exzellentes Gesprächsklima und arbeiten wertschätzend zusammen.”

Bezüglich Handel wurde von der WKÖ signalisiert, dass es „zäh” wird. Zumal die „Grenzen des Vorstellbaren” im Bereich von 15-16% über 2 Jahre dann doch überschritten wären. (red)

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