RETAIL
© Iglo Austria

Die Tiefkühlmarke Iglo: Tiefkühlen ist der Schlüssel zu bedenkenlosem Genuss.

12.05.2015

Ice-Age: Genuss aus der Kälte

Tiefkühlkost Die Handelsmarke Iglo plädiert für die Reduktion von Lebensmittelverschwendung – durch den Einkauf von mehr Tiefkühlgerichten

Iglos Kampagne „Forever Food Together”: Nur 30% der Tiefkühlprodukte werden weggeworfen.

Wien. Wenn es um Tiefkühlkost geht, scheiden sich die Geister: Entweder wird mit dem von den Herstellern versprochenem, erhaltenen Nährstoffgehalt argumentiert und mit der konservierten Frische durch das Schockfrosten. Die Tiefkühlmarke Iglo verspricht, dass „das Gemüse bei seiner vollen Reife geerntet, blanchiert und innerhalb kürzester Zeit bei einer Temperatur von -35 Grad Celsius” verarbeitet werde. Die andere Seite hält mit der dabei entstehenden Zellschädigung dagegen, welche in der Folge den Nährgehalt der Lebensmittel für den Körper drastisch verringert. Trotz manch gerümpfter Nasen reißen die Verkaufszahlen von Fischstäbchen oder Tiefkühlpizzen nicht ab; im Gegenteil, gesellschaftliche Entwicklungen wie die demografische Alterung oder die Zunahme an Singlehaushalten kurbeln insbesondere die Produktion von Fertiggerichten an. Iglos Verkaufsschlager in Österreich sind nach eigenen Angaben die Fischstäbchen (1,9 Mio. Packungen pro Jahr), der Polardorsch (1,2 Mio.), Cremespinat (1,2 Mio.) und Marillenknödel. Während entsprechend schnell eingefrorenes Gemüse in Labortests vergleichsweise gut abschneidet, sind fertige Tiefkühlspeisen kritischer zu beurteilen. Vorgekochtes als frisch zu verkaufen, entspricht ohnehin nicht mehr dem Zeitgeist. Die neue Imagearbeit schließt gezielt an eine umweltbewusste Lebensmittelverwertung an: Iglo präsentiert seine Produktpalette nicht nur als gesund, sondern auch als nachhaltig. Auf der Firmen-Homepage wird das umweltbewusste „Nachhaltigkeitsprogramm” namens „Forever Food Together” vorgestellt. Der Tiefkühlwarenhersteller missioniert für weniger Lebensmittelverschwendung aufgrund der Ressourcenknappheit. „Wir zeigen auf, wie jeder Einzelne daran mitwirken kann, mithilfe von Tiefkühlkost die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren”, heißt es.

Mit Tiefkühl weniger Müll?

Der biologische Abbauprozess ist dabei das entscheidende Argument, denn frische Lebensmittel würden laut Iglo „bereits zwei Tage nach dem Einkauf” ihre Vitamine und Nährwerte verlieren. Fairerweise wird das Einfrieren von frisch gekauften Lebensmitteln oder Essensresten auch geltend gemacht.
Laut Iglo verursacht „Tiefkühlkost weniger Abfall als frisch” - er werde sogar halbiert. Aber können industriell verarbeitete Lebensmittel, vorgekochte und vorportionierte Tiefkühlgerichte, wirklich ökologischer sein als frische? Ob die Iglo Group (Jahresumsatz von 1,5 Mrd. € in 2014) damit Recht hat - auch darüber scheiden sich die Geister.(ow)

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