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Die beeinträchtigte Konsumlaune drückt auf die Verkaufs­zahlen bei ­Radatz. Gleichzeitig nimmt der Take-away-Konsum zu.

Redaktion 04.12.2020

Radatz hofft auf das nächste Jahr

Insbesondere gegen Monatsende ist ein negativer ­Effekt durch die gesunkene Konsumlaune spürbar.

WIEN. Bedingt durch die eingeschränkten Kapazitäten im Schlacht- und Zerlegebereich, ist es für Unternehmen wie Radatz eine immer größer werdende Herausforderung, die benötigten Rohstoffmengen in entsprechender Menge und Qualität zu erhalten. Die Verfügbarkeit und das Preisgefüge der für die Produktion notwendigen Rohstoffe kann aktuell nur Woche für Woche betrachtet werden.

Versorgungssicherheit

„Wir alle waren wohl zuversichtlich, dass die Corona-Thematik eine kurze, vorübergehende Phase in diesem Jahr ist – leider lagen wir falsch”, gesteht sich Franz Radatz, Geschäftsführer von Radatz, ein. „Seit Monaten sind wir als privates Unternehmen gefordert, unsere Firma unbeschadet durch diese Krise zu führen, unsere Mitarbeitermotivation hoch zu halten und die Versorgungssicherheit an jedem Tag zu gewährleisten. Dank der engen und offenen Kooperation mit allen Interessenspartnern und des tollen Einsatzes aller Mitarbeiter ist uns das bisher auch gut gelungen. Gleichzeitig ist uns aber sehr wohl bewusst, dass es uns im Vergleich zu anderen Branchen wesentlich besser geht.”

Take-away nimmt zu

Die beeinträchtigte Konsum­laune bringe eine weiterhin sinkende Verkaufsmenge mit sich – insbesondere gegen Monatsende ist dieser negativer Effekt spürbar. Deshalb platziert Radatz bewusst Aktionen, um einen starken Einkaufsimpuls entgegenzusetzen. „Gleichzeitig hat der Take-away-Konsum stark zugelegt. Das sehen wir am stärksten bei unseren hausgemachten, fertigen Menüs”, so Radatz. „Gerne würden wir im kommenden Jahr wieder im ‚Normalmodus' arbeiten und die auf Eis gelegten Investitionen und Innovationen nachholen. Wir hoffen, dass mit einem Aufblühen des gesellschaftlichen Lebens auch die Freude an neuen Lebensmitteln wieder zurückkehrt.” Mengenmäßig werde das Unternehmen dieses Jahr nicht die Vorjahreszahlen erreichen. Der Exportbereich spiegelt die europaweite Situation wider. (dp)

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