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ZKW plant Umsatz-Sprung © ZKW

Im slowakischen Werk Krusovce hat ZKW umfangreiche Ausbaumaßnahmen eingeleitet.

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Im slowakischen Werk Krusovce hat ZKW umfangreiche Ausbaumaßnahmen eingeleitet.

Redaktion 18.10.2018

ZKW plant Umsatz-Sprung

Im Vorjahr konnte der Lichtspezialist insgesamt 1,2 Mrd. Euro erwirtschaften, heuer soll der Umsatz auf 1,35 Mrd. Euro angehoben werden.

WIESELBURG. Der niederösterreichische Automobilzulieferer ZKW peilt nach der Übernahme durch den südkoreanischen Elektronikriesen LG heuer erneut einen Rekord bei Umsatz und Mitarbeitern an. „Wir haben in allen Werken Vollauslastung“, sagte ZKW-Chef Oliver Schubert, der für heuer mit einem Umsatz von rund 1,35 Mrd. € rechnet, nach mehr als 1,2 Mrd. € im Jahr 2017. „Wir setzen damit unseren Wachstumskurs erfolgreich und profitabel fort“, sagte Schubert. Der Personalstand soll sich im Jahresabstand bis Ende 2018 um 1.000 auf mehr als 10.000 Mitarbeiter erhöhen, davon entfallen mehr als 3.500 auf die österreichischen Standorte Wieselburg und Wiener Neustadt.

Ein weiteres Wachstum ist darüber hinaus bereits in Planung. Im slowakischen Krusovce, mit rund 2.500 Beschäftigten der zweitgrößte Produktionsstandort nach Wieselburg, hat ZKW mit der größten Erweiterung in der Unternehmensgeschichte begonnen, der Spatenstich erfolgte Ende September. Rund 155 Mio. € an Investitionen sind dafür in den kommenden drei Jahren vorgesehen. Die Produktionsfläche soll sich von derzeit 42.000 auf 79.500 m2 fast verdoppeln. Weiters soll ein neuer Bürotrakt mit Trainings-Center, Großraumbüro und einer zentralen Anlaufstelle für medizinische Notfälle entstehen. Geplanter Abschluss der Erweiterung ist Ende Mai 2019. In einem ersten Schritt soll die Beschäftigtenzahl an dem Standort um 200 bis 300 steigen, so Schubert.

Im ZKW-Werk in Dalian (China) werden die Kapazitäten ebenfalls bis 2019 ausgebaut. „Im nächsten Schritt werden wir ein weiteres Werk in China brauchen“, hier werde eine Synergie mit LG in der Produktion geprüft, so Schubert. Auch in Mexiko wird eine Erweiterung vorbereitet. „Wir müssen in der Lage sein, aus Europa für Europa zu liefern, aber auch zeitgleich in Asien für Asien“, sagte Schubert mit Hinweis auf die global tätigen Kunden - ZKW beliefert Fahrzeughersteller von Audi über BMW bis Daimler. „Unser internationaler Footprint steht solide“, so der CEO.

Die 1,1 Mrd. € schwere Übernahme durch LG wurde Ende April bekannt gegeben, das Closing erfolgte am 3. August. Die Zusammenarbeit erfolge „auf Augenhöhe und mit größter Wertschätzung“, betonte der ZKW-Chef. Synergien gebe es in Ein- und Verkauf sowie bei den technischen Möglichkeiten. „Wir können den Wachstumskurs durch LG gestärkt noch besser fortführen“, sagte Schubert.

ZKW fungiert als Kompetenzzentrum für Licht beim börsenotierten südkoreanischen Konzern. Die ZKW-Gesamtstrategie wird nun um Rückleuchten ergänzt, LG sei hier bereits aktiv, so Schubert. Weiteres Ziel sei es, das Kundenportfolio um koreanische Hersteller zu erweitern. (jz)

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