••• Von Alexander Haide
WIEN. Künstliche Intelligenz verändert auch das Personalwesen. Die Abteilung „Human Capital Management“ bei Business Upper Austria hat diesen Trend erkannt und bereits im Jahr 2025 in einer Workshop-Reihe gezeigt, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten sind. Das Konzept ist, so die Beschreibung, „praxisnah, interaktiv und offen für Diskussionen“.
Reale Fallbeispiele
Bei jedem der bisherigen Workshops präsentierte ein Betrieb ein reales Fallbeispiel samt Live-Demonstration der eingesetzten Tools. Ob individuell ausgespielte Jobanzeigen auf Social Media, mehrsprachige Schulungsvideos oder KI-gestützte Mitarbeitergespräche – KI bietet für Unternehmen jeder Größe praktikable Lösungen.
FACC und Vortura Solutions
Zum Thema Recruiting auf Social Media stellten FACC und Vortura Solutions ein KI-basiertes Modell vor, das für schwer zu besetzende Produktionsstellen entwickelt wurde.
Die Idee: Jobanzeigen und Videocontent werden individuell auf drei Persönlichkeitstypen zugeschnitten – wettbewerbs-, beziehungs- oder fachorientiert. Die KI analysiert das Nutzerverhalten und spielt alternative Anzeigen aus, bis der passende Typ identifiziert ist und es zu einer Kontaktaufnahme kommt. Das Ergebnis ist beeindruckend und genierte höhere Klickraten, qualifizierte Bewerbungen und bessere Einstellungsquoten.
KI in der Kommunikation
Bei internen Anwendungen hilft KI sicherheitsrelevante Informationen einer großen Anzahl an Mitarbeitern aus unterschiedlichen Nationen verständlich zu vermitteln. Dabei unterstützen avatarbasierte Lernvideos sowie KI-generierte Übersetzungen von Dokumenten in mehreren Sprachen, geprüft von Native Speakern, was für eine klare und kulturell stimmige Kommunikation sorgt.
In Zukunft wird KI auch bei Mitarbeitergesprächen eingesetzt, wobei eine KI-Applikation Gespräche begleitet, automatisch transkribiert und strukturierte Zusammenfassungen erstellt. Dadurch können sich Führungskräfte auf das Gespräch konzentrieren, während die KI im Hintergrund die Dokumentation übernimmt. Informationen werden über die HR-Plattform „HR for Microsoft Dynamics“ verarbeitet und anschließend zur Feinabstimmung bereitgestellt.
Fortsetzung geplant
Die Workshop-Reihe hat gezeigt, dass KI längst auch im HR-Management angekommen ist. Deshalb setzt Business Upper Austria heuer das Programm mit praxisorientierten Workshops wie „KI als neuer Teamkollege“, „Chatbots für HR“ und „KI im Unternehmen“ fort. Zusätzlich startet am 3. März eine exklusive Erfahrungsaustauschrunde für Mitgliedsbetriebe.
