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Der Immo-IT-Kaiser heißt Schmid © Roland Schmid Group/Foto Wilke

Karriere Vor seinem Wechsel in die Selbstständigkeit war Schmid u.a. für die Bawag, als Key Account Manager der Colt Telecom Austria GmbH und bei der RDB Rechtsdatenbank GmbH tätig. Berufsbegleitend hat Schmid das FH-Studium „Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung” erfolgreich absolviert.

© Roland Schmid Group/Foto Wilke

Karriere Vor seinem Wechsel in die Selbstständigkeit war Schmid u.a. für die Bawag, als Key Account Manager der Colt Telecom Austria GmbH und bei der RDB Rechtsdatenbank GmbH tätig. Berufsbegleitend hat Schmid das FH-Studium „Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung” erfolgreich absolviert.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 01.04.2016

Der Immo-IT-Kaiser heißt Schmid

Der soeben 40 Jahre jung gewordene Unternehmer Roland Schmid mischt mit seinem Immobilien-Online-Angebot nun auch den deutschen Markt auf. In Österreich ist „seine” Gruppe bereits Marktführer.

WIEN. Als Berufsbezeichnung würde Roland Schmid wohl am ehesten „Grundbuchfachmann” angeben. Oder doch eher „Data-Mining-Experte”? Jedenfalls hat der vor Kurzem 40 Jahre jung Gewordene in den vergangenen Jahren ein sehr interessantes Firmenkonglomerat aufgebaut, das in dieser Konstellation schlicht und einfach als „marktführend” in Österreich bezeichnet werden kann.

Imabis GmbH, Immounited GmbH, lexunited GmbH und Schmid IT GmbH (in alphabetischer Reihenfolge, dazu kommt noch die Beteiligungsgesellschaft Sarsi GmbH) bilden zusammen die Unternehmensgruppe, die von ­Roland Schmid vom ersten Wiener Gemeindebezirk aus dirigiert wird.
Die operative Führung der Roland Schmid Group hat der Namensgeber inzwischen weitestgehend an Michael Birkner abgegeben, der zuvor als Prokurist bei der Bank Austria Real Invest tätig war. Schmid selbst will sich künftig vor allem auf die Entwicklung und den Ausbau von innovativen Produken fokussieren.

Beispielhafte Innovationen

Und damit auf solche Ideen wie etwa Immovaluation, das Schmid vor einigen Monaten zur Marktreife gebracht hat: „Das ist ein professionelles Immobilienbewertungstool auf der Basis von Liegenschaftsbewertungsgesetz 1992, BGBl 1992/150 und ÖNORM B-1802, mit dem man Liegenschaften analysieren, bewerten und vergleichen kann.” Mit wenig Zeitaufwand kann damit für die Bewertung von Eigentumswohnungen und Grundstücken online eine professionelle Wertanalyse erstellt und damit sichergestellt werden, dass ein objektiver Verkehrswert (etwa als Ausgangsbasis für neue Besteuerungen) ermittelt wird.

Die Datenbasis für Immovaluation dient eine vollständige und aktuelle Sammlung von Immobilien-Kaufverträgen, die seit 2008 die Grundbuch-Transaktionen aller Landeshauptstädte inkludiert und seit Jänner 2009 sämtliche Immobilientransaktionen transparent österreichweit flächendeckend abbildet. „Dazu kommen aktuelle Angebotsdaten unserer Plattform imabis.com”, erklärt Schmid.
Die Marktnähe des Produkts ist beispielhaft. „Es geht schlicht und ergreifend um wahrhaftige Immobilienpreise”, sagt Schmid zu medianet. „Meine Gruppe agiert als verlässlicher und vorausschauender Partner am Immobilienmarkt – wir freuen uns, wenn wir Anregungen aufgreifen und zeitnah umsetzen können, um die Marktteilnehmer bei ihrer Arbeit zu unterstützen.”

Grenzenlose Präsenz

Mit dieser sehr serviceorientierten Business-Auffassung hat Schmid inzwischen sogar die Landesgrenzen gesprengt: Seit einigen Tagen haben Kunden der Imabis GmbH zusätzlich zu Marktdaten aus Österreich auch Zugang zu Immobilienangeboten aus Deutschland und damit Zugriff auf insgesamt mehr als 1,7 Mio. Immobilieninserate, 600.000 Immobilienobjekte sowie 50.000 Maklerunternehmen und 90.000 Maklerpersonen.

„Mein Ziel ist die vollständige Bereitstellung von Immobilienmarktdaten inklusive internationaler Vergleichbarkeit”, sagt Schmid. „Dieses entstehende Wissen und die damit verbundene Transparenz soll unseren Kunden helfen, den Endkonsumenten Information und Expertise zu vermitteln sowie nachhaltiges Vertrauen zu schaffen.” Konkret bedeutet das, dass den Usern (auch) Doppel-Listings, Mitbewerber und vergleichbare Objekte präsentiert werden. Auch ob die Immobilie bereits einmal angeboten wurde und wie lange sie sich am Markt befindet, zeigt die Angebotshistorie von Imabis: „Sie verschafft den Immobilienmaklern einen Vorsprung und ermöglicht ihnen Gemeinschaftsgeschäfte durch schnellen Erfolg für sich und ihre Kunden”, erklärt Schmid.

Die Schere zwischen den Preisen

Ganz aktuell hat Immounited gemeinsam mit der Plattform willhaben die Angebotspreise von rund 100.000 Wohnungen und Häusern, die 2015 angeboten wurden, mit den tatsächlichen Kaufpreisen laut Grundbuch verglichen. „Erstmals wurden dabei flächendeckend über alle österreichischen Bezirke die Preisunterschiede zwischen Angebots- und Kaufpreisen von Eigentumswohnungen und Häusern analysiert”, erläutert Schmid.

Stellt man die nämlich die beiden Objektarten – Haus und Eigentumswohnung – gegenüber, lassen sich große Unterschiede bei der Preisschere zwischen Angebots- und Kaufpreis feststellen. „Häuser erzielen bundesweit nur sehr selten den ursprünglichen Angebots­preis, während bei Eigentumswohnungen diese Differenz wesentlich geringer ist und somit tatsächlich erzielte Preise mitunter die inserierten Angebotspreise auf willhaben widerspiegeln”, kommentiert Schmid. „Das Spannende an dieser Auswertung ist, dass es uns auch gelungen ist, Angebotspreise mit direkt dazugehörigen Kaufverträgen abzugleichen. Aufgrund dieser neu geschaffenen Transparenz wird sich der Angebotspreis künftig dem Kaufpreis annähern.”
Die Untersuchung zeigt erneut deutlich, wie wichtig die korrekte und seriöse Bewertung beim Immobilienverkauf ist. Schmid: „Zu hohe Erwartungen und damit zu hochtrabende Preisvorstellungen können sonst im Extremfall zum Boomerang werden und das Erlöspotential eines Objekts trotz ansprechender Eckdaten sinken lassen.”
Auch in diesem Bereich sieht sich Schmid als Partner der Branche – ein absolut glaubhafter Zugang, der wohl ein wesentliches Asset für seinen geschäftlichen Erfolg darstellt. „Aktuell – auch aus Amerika kommend – gibt es den viel diskutierten Trend, den Makler durch Onlineplattformen zu ersetzen. Ich sehe das ganz und gar nicht: Denn was einem Onlineprodukt nie gelingen kann, ist, auf konkrete Bedürfnisse und Erwartungshaltungen des Kunden einzugehen. Nutzt der Makler die durch Digitalisierung und Transparenz entstandenen neuen Technologien zu seinem Vorteil, wird er jeden einzelnen Endkonsumenten in seinem scheinbaren Expertenwissen zunächst bestätigen und in Folge umfassender, vollständiger und schneller beraten können!”

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