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Im Zeichen der IT © Panthermedia.net/Yacobchuk1

Junge Talente im IT-Bereich werden schon vor der Matura von den bekannten großen Unternehmen angeworben.

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Junge Talente im IT-Bereich werden schon vor der Matura von den bekannten großen Unternehmen angeworben.

Redaktion 22.03.2019

Im Zeichen der IT

Für wohl keine andere Branche werden dermaßen dringend Fachkräfte gesucht wie in der Informationstechnologie.

WIEN. Iventa IT-Recruiting-Director Robert Koenes lud Georg Broucek und Manfred Köteles ein, den Fachkräftemangel zu diskutieren. Broucek ist CEO von Artaker Computersysteme, die mit 40 Mitarbeitern IT-Consulting, System Engineering und Gesamtlösungen anbieten. Köteles ist geschäftsführender Gesellschafter von Bacher Systems, die mit 90 Mitarbeitern in den Bereichen IT- Security, Data Center Infrastructure und Data Analytics unterstützen.

Laut Köteles ist es nicht so, „dass es gar keine Bewerber gibt, aber die wenigsten sind für das geeignet, was wir suchen”. Meist scheitert es an der Kombination von Lösungsorientierung, fachlichen Grundlagen und dem Auftritt gegenüber Kunden. Bacher Systems findet Mitarbeiter „fast ausschließlich über persönliche Empfehlungen”.
Broucek bestätigt das: „An Bewerbungen kommt leider nicht so viel.” Man benötige Mitarbeiter mit Erfahrung, Know-how aus Wirtschaftsinformatik und die Kandidaten müssen mit Kunden umgehen können. „Ich habe das Gefühl, dass nicht mehr wir uns die Mitarbeiter aussuchen, sondern umgekehrt.”

Die Work-Private-Balance

Gerade Bewerber aus der jüngeren Generation legen Wert auf eine Work-Life-Balance und wünschen sich individuelle und flexible Arbeitsmodelle, meint Koenes. „Ob meine Mitarbeiter auf der Donauinsel, der eigenen Terrasse, beim Kunden oder im Büro ihre Arbeit erledigen, ist mir egal. Am Ende des Tages zählt die Leistung und dass der Kunde zufrieden ist”, so Broucek.

Köteles würde lieber von „Work-Private-Balance” sprechen als von „Work-Life-Balance”. Für ihn sei es aber wichtig, dass die Mitarbeiter vor Ort sind, denn das erleichtere nicht nur die Kooperation und Abstimmungen, sondern stärke auch das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Manche halten ihn für einen „Sozialromantiker” meint Köteles, aber wenn Mitarbeiter Kinder bekommen, sollen sie sich Zeit für die Familie nehmen können. Auch hob er hervor, dass die Mitarbeiter durchschnittlich seit 15 Jahren bei Bacher Systems sind. Brouceks Mitarbeiter wiederum können untertags aufgrund der flexiblen Arbeitszeiten z.B. zur Physiotherapie gehen, Väterkarenz in Anspruch nehmen, sich berufsbegleitend weiterbilden oder studieren.
Als österreichische Firma mit 90 Mitarbeitern kennen Bacher Systems hauptsächlich Brancheninsider. „Das ist mit ein Grund, warum wir nicht an die frisch Ausgebildeten herankommen.” Und Studierende zieht es außerdem oft ins Ausland, so Köteles weiter. „Die früheren Generationen wollten sich durch harte Arbeit eine Karriere aufbauen, die Jungen wollen Abwechslung und Sinnstiftung im Job sowie Zeit für ihr Privatleben”, fasst Broucek zusammen. (pj)

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