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Kaum Fortschritte © APA/Helmut Fohringer

Die Studienautorinnen sehen „erhöhten Handlungsbedarf”, wenn man ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in den MINT-Studien erreichen willl.

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Die Studienautorinnen sehen „erhöhten Handlungsbedarf”, wenn man ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in den MINT-Studien erreichen willl.

Redaktion 20.08.2021

Kaum Fortschritte

Frauen studieren in Österreich MINT-Fächer weiterhin seltener – und mit weniger Erfolg.

WIEN. Wer ein Studium aus den Feldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) abschließt, kann sich auf einen gut bezahlten Job einstellen. Der Frauenanteil ist in Österreich jedoch weiter gering. Zuletzt lag er bei unter einem Viertel, zusätzlich brechen Frauen in MINT-Fächern ihr Studium häufiger und früher ab, zeigt eine aktuelle Sonderauswertung der Studierendensozialerhebung 2019.

So gab es im Studienjahr 2018/19 an den öffentlichen Unis in den Bachelorstudien aus dem IKT-Bereich 22% Frauen, in Ingenieurwesen und verarbeitendem Gewerbe 23 und in MINT-Studien an den Fachhochschulen jeweils 24%. Zum Vergleich: In anderen Ausbildungsfeldern beträgt der Frauenanteil an den Unis 59 und an den FH 64%.


Ursachensuche

Frauen beginnen aber nicht nur deutlich seltener ein MINT-Studium, sie schaffen es auch seltener bis zum Titel: In IKT etwa schließen 28% der Männer ihr Studium innerhalb von 13 Semestern positiv ab, bei Frauen sind es nur 17%. Die Erfolgsquoten sind bei jenen mit HTL-Matura deutlich höher als nach einem AHS-Abschluss. Allerdings haben nur acht Prozent der Frauen, die ein MINT-Studium beginnen, an einer HTL maturiert und 52% an einer AHS (Männer: 37/30%). Doch auch bei gleicher Vorbildung sind die Unterschiede in der Erfolgsquote groß (IKT: 14 vs. 39%). Woran es liegt? Frauen schreiben sich schlechtere Mathematik- und Computervorkenntnisse zu, fühlen sich vor Studienbeginn deutlich seltener gut informiert, zögern öfter bei ihrer Studienwahl sind im Studium öfter unzufrieden mit der Studierbarkeit und der Qualität der Lehre … Als Fazit konstatiert man „Handlungsbedarf”. (APA/red)

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