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Der weite Weg aus der Krise © APA/Fritz Press/HDS

Reisen wie früher Der Pkw als Verkehrsmittel hat in der Coronakrise noch einmal deutlich an Fahrt gewonnen. Bevorzugte Ziele: Italien, Deutschland, Kroatien.

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Reisen wie früher Der Pkw als Verkehrsmittel hat in der Coronakrise noch einmal deutlich an Fahrt gewonnen. Bevorzugte Ziele: Italien, Deutschland, Kroatien.

Redaktion 01.10.2021

Der weite Weg aus der Krise

Die Reiselust der Österreicher ist gedämpft. Besuche bei Verwandten statt Urlaub auf den Malediven.

WIEN. Ganz neue Aspekte im Urlaubsverhalten der Österreicher verraten die aktuellen Daten der Statistik Austria: Verwandten- und Bekanntenbesuche lagen von Jänner bis Juni an erster Stelle der Urlaubsreisen der Österreicher.

Die Gesamtzahl der Urlaubsreisen hat im ersten Halbjahr im Jahresabstand um rund 14% auf 4,41 Mio. abgenommen.

Urlaubsreisen halbiert

Im Vergleich zu 2019 haben sich die Urlaubsreisen also mehr als halbiert – und: Die Österreicher urlaubten im Halbjahr hauptsächlich im Inland. „Die Tourismusbranche hat noch einen weiten Weg aus der Coronakrise vor sich”, wird Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas zitiert. „Besonders drastisch sind die Auslandsurlaube mit 73,5 Prozent eingebrochen, Inlandsurlaubsreisen um 40 Prozent.”

Die Zahl der Geschäftsreisen brach zwar nicht ein, stagnierte jedoch im ersten Halbjahr 2021 und liegt dennoch etwas mehr als die Hälfte unter dem Vorkrisenniveau.

Besser nah als fern

Die meisten Auslandsurlaubsreisen gingen zwischen Jänner und Juni nach Italien, gefolgt von Deutschland und Kroatien.

Insgesamt hat die Zahl der Urlaubsreisen ins Ausland zum Vorjahr um fast zehn Prozent auf 1,15 Mio. abgenommen. Der Anteil an Fernreisen lag im ersten Halbjahr bei nur mehr zwei Prozent. Vor der Coronakrise, im ersten Halbjahr 2019, lag dieser Anteil noch bei 9,8%.
Sowohl bei Auslands- als auch bei Inlandsreisen war der Besuch von Verwandten und Bekannten das wichtigste Reisemotiv – fast die Hälfte aller Urlaubsreisen wurden aus diesem Grund unternommen. Entsprechend hoch war auch der Anteil der unentgeltlichen Unterkünfte: Bei mehr als der Hälfte (58%) aller Urlaubsreisen wurde bei Freunden, Verwandten oder am Zweitwohnsitz genächtigt, im Inland waren es sogar fast 63%. Bei weniger als einem Drittel der Urlaubsreisen wurde in Hotels oder ähnlichen Betrieben übernachtet.
Abgesehen von Besuchen bei nahen Angehörigen oder Freunden, waren auch der sportliche Aktivurlaub, Erholung und im Ausland der Strand- und Badeaufenthalt Motive, eine Reise zu machen.

Vorzugsweise mit dem Auto

Das eigene Auto als Transportmittel der Wahl hat im Verlauf der Coronakrise noch einmal deutlich an Fahrt gewonnen: Mehr als drei Viertel der Urlaubsreisen wurden mit einem privaten Pkw unternommen. Der Anteil der Flugreisen ins Ausland lag überhaupt nur bei 21,4%, nach 34,4% im ersten Halbjahr 2020 und 37,6% im Jahr 2019. (APA/red)

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