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„Grünes” Kerosin © ABTA

Roman Neumeister (ABTA), Guido Hackl (AF-KLM Group) und Sabine Toplak (Accor).

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Roman Neumeister (ABTA), Guido Hackl (AF-KLM Group) und Sabine Toplak (Accor).

Redaktion 30.09.2022

„Grünes” Kerosin

Treibhausgase sind auch in der Airlinebranche ­Thema. Air France/KLM setzt auf nachhaltigen Treibstoff.

••• Von Alexander Haide

WIEN. Flugzeuge werden auch in 30 Jahren noch Treibhausgase erzeugen – „das ist eine Tatsache, wir können nicht ‚zero' werden, aber wir können versuchen, es besser zu machen”, erklärte Air France/KLM-Manager Guido Hackl in einem Vortrag bei der Jahrestagung der Austrian Business Travel Association (ABTA) in Wien, in dem er die aktuellen Ambitionen der AirFrance-KLM Group im Bereich der Sustainable Flights vorstellte. „Ein Weg dorthin ist der vermehrte Einsatz von Sustainable Aviation Fuel (SAF, Anm.).” Dabei gehe es nicht um Greenwashing, sondern um „eine realistische Strategie”. 2019 emittierten die Flugzeuge der AF-KLM Group, verglichen mit 2005, pro Passagierkilometer um 30% weniger CO2. Bis 2050 soll der Ausstoß um 50% sinken. Die CO2-Emissionen am Boden sollen bis dahin auf Null sinken.

Air France-KLM als Vorreiter

Da es derzeit an SAF mangelt – lediglich 0,1% beträgt der Anteil in der kommerziellen Luftfahrt –, errichtet die AF-KLM-Gruppe in den Niederlanden ein Werk zur Herstellung des nachhaltigen Treibstoffs. Es soll ab 2023 etwa 100.000 t „grünes Kerosin” produzieren, wovon KLM 80% erhält. Dann werden acht Prozent des Verbrauchs von KLM „geSAFt” sein, wie Hackl es formulierte.Neben SAF setzt man auf eine Flottenmodernisierung – Stichwort „Electric Aircraft Innovation”. Das führt zu einer durchschnittlichen Reduktion des Kerosineinsatzes um 25%. Ohne neue Flugzeuge sei eine Kerosineinsparung realistischer­weise nicht zu machen.

Diese Jahrestagung fiel bereits unter die Ägide des im März dieses Jahres als Nachfolger von Andreas Gruber gewählten Präsidenten Roman Neumeister.

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