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Kostensituation bleibt heikel © Hotel Restaurant Pachmair

Beliebtestes Hotel im Test von HolidayCheck: das Hotel Pachmair im Zillertal.

© Hotel Restaurant Pachmair

Beliebtestes Hotel im Test von HolidayCheck: das Hotel Pachmair im Zillertal.

Redaktion 06.04.2017

Kostensituation bleibt heikel

Österreichs Hotellerie hat gute Auslastungszahlen. Der Druck auf Preise und Erträge nimmt weiter zu.

WIEN. Über die gesamte Hotellerie hinweg sind die Umsätze laut einer Analyse des Branchen­experten Clemens Westreicher für die ÖHV von 2010 bis 2015 zwar um 27% gestiegen, aber auch die Kosten kletterten um 29% nach oben. Westreicher hatte mehr als 3.000 Bilanzen von Tourismusbetrieben analysiert. Die Auslastung der rund 808.000 gewerblichen Betten von 206.000 Betrieben im heimischen Tourismus ist zuletzt auf knapp über 40% gestiegen. Im Winter 2015/16 stieg die Auslastung um 1,2 Prozentpunkte auf 40,1%, im Sommer 2016 um 1,4 Punkte auf 40,3%. Das geht aus der im Jänner veröffentlichten Analyse der Statistik Austria zu den Beherbergungsbetrieben hervor.

Operativer Gewinn stagniert
Mit der steigenden Angebotsqualität hat sich die Auslastung der Beherbergungsbetriebe verbessert und die Einnahmen­situation weitgehend stabilisiert, schreiben die Analysten der Bank Austria in ihrem Branchenbericht zu Österreichs ­Beherbergung und Gastronomie. Allerdings sei das Geschäftsmodell zunehmend schwierig umzusetzen. Die Tourismusnachfrage konzentriere sich wieder auf günstigere Angebote, womit der Preisdruck wächst und die Erträge stärker unter Druck geraten. Über einen längeren Zeitraum habe sich der operative Gewinn der Beherbergungs­betriebe in Relation zum Umsatz in keinem Segment nennenswert verbessert.
Im vergangenen Jahr sind auch etwas weniger Hotels und Gastronomiebetriebe gegründet worden als 2015; die Zahl ging um drei Prozent auf rund 4.000 zurück, ergab eine Erhebung der Wirtschaftsauskunftei CRIF. Aber auch die Zahl der Pleiten war rückläufig: Mit etwa 800 eröffneten Insolvenzverfahren ­waren es 2016 um elf Prozent weniger als im Jahr davor; fast ein Drittel fiel dabei auf Wien. (red)

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