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TUI baut aus © APA/AFP/dpa/Swen Pförtner

TUI-Chef Fritz Joussen bekräftigte das Jahresziel, den operativen Gewinn um mindestens zehn Prozent zu steigern.

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TUI-Chef Fritz Joussen bekräftigte das Jahresziel, den operativen Gewinn um mindestens zehn Prozent zu steigern.

Redaktion 16.02.2018

TUI baut aus

Reisekonzern TUI eröffnet weitere sieben Resorts und Hotels und ordert einen neuen Ozeankreuzer.

FRANKFURT/WIEN. Das Comeback der Urlaubsziele im östlichen Mittelmeer und die steigende Nachfrage nach Kreuzfahrten machen den Reisekonzern TUI zuversichtlich. In den wachsenden Sommerbuchungen sei eine Rückkehr der Türkei und auch Ägyptens als Reiseziele erkennbar, erklärte TUI-Chef Fritz Joussen vor Beginn der Hauptversammlung am Dienstag in Hannover. Auch Griechenland oder Zypern seien wieder gefragt, nachdem die Urlauber in Europa im vergangenen Jahr Spanien oder Portugal vorgezogen hatten.

Neuer Ozeankreuzer geordert

Für die Reiseveranstalter ist das vorteilhaft, da sie wegen der niedrigeren Kosten in der Türkei besser verdienen als in Spanien. TUI konnte den saisonüblichen Verlust im Reisegeschäft in Q1 abermals dank des Gewinns aus dem stetigeren Kreuzfahrt- und Hotelgeschäft verringern.

Im ersten Quartal eröffnete TUI zugleich sieben neue Hotels und Resorts, darunter Robinson Clubs auf den Malediven und in Thailand; der Konzernumsatz kletterte um acht Prozent auf 3,5 Mrd. €.
Das stärkste Wachstum verzeichnete das Kreuzfahrtgeschäft: Der Erlös legte um gut ein Viertel auf 192 Mio. € zu, TUI verdiente dabei operativ (EBITDA) 37,5 Mio. €. Der Reisekonzern will seine Flotte deshalb bis 2023 auf 18 von derzeit 15 Schiffen ausbauen. Für die Gesellschaft TUI Cruises orderte das Unternehmen gerade einen neuen Ozeankreuzer: Die „Mein Schiff 7” soll mit knapp 2.900 Passagierplätzen in fünf Jahren bei der Meyer Turku Werft vom Stapel rollen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass das in den nächsten fünf bis sieben Jahren ein Wachstumssektor bleibt”, sagte Joussen.

Abschreibungen wegen Niki

Die Quartalsbilanz wäre noch besser ausgefallen, hätte der Ferienflieger TUI Fly nicht wegen der Pleite der Air-Berlin-Tochter Niki und dem damit wegfallenden Einsatz von sieben seiner Flugzeuge Verluste gemacht. Das brockte TUI 20 Mio. € Abschreibungen auf Forderungen aus dem Verleihen der Flugzeuge samt Personal ein. Joussen bekräftigte das Jahresziel, den um Währungseffekte bereinigten operativen Gewinn um mindestens zehn Prozent zu steigern. (APA/red)

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