DESTINATION
Zum „Anzugträger“ wird er nicht … © APA/Christian Gmasz

Der 48-jährige Südburgenländer Dietmar Tunkel, Erfinder der Event-Maturareise „Summer Splash“, ging unter insgesamt 13 Bewerbern als Erstgereihter hervor.

© APA/Christian Gmasz

Der 48-jährige Südburgenländer Dietmar Tunkel, Erfinder der Event-Maturareise „Summer Splash“, ging unter insgesamt 13 Bewerbern als Erstgereihter hervor.

Redaktion 27.08.2020

Zum „Anzugträger“ wird er nicht …

… sagt Splashline-Erfinder Didi Tunkel. Er managt ab 1. September die Agenden des Burgenland-Tourismus.

EISENSTADT. Ende Mai meldete der Maturareise-Veranstalter Splashline, der unter anderem „Summer Splash“ veranstaltet hatte, Insolvenz an. Grund dafür seien die Corona krise und die daraus resultierende Absage aller Großveranstaltungen seit 10. März, teilte das Unternehmen um Geschäftsführer Dietmar Tunkel mit. Ab 1. September zieht der Südburgenländer Tunkel in sein neues Büro in Eisenstadt ein: Er managt künftig den BurgenlandTourismus.

„Touristischer Push“ Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hatte Mitte August Didi Tunkel als neuen Tourismus-Chef präsentiert. Er soll vorerst für fünf Jahre die Nachfolge von Hannes Anton antreten, dessen Vertrag vorzeitig aufgelöst wurde. Man definiere sich im Tourismus sehr gerne über Nächtigungszahlen. Der neue Weg soll sein, „dass es das nicht ausschließlich sein darf“, so Doskozil: „Tourismus ist aus meiner Sicht sehr viel mehr.“ Und dieses Lebensgefühl müsse auf die Touristiker überspringen. Tunkel werde dafür verantwortlich sein, „dass das Burgenland sich ausgezeichnet positioniert, dass wir das Burgenland bestens nach außen hin verkaufen und dass wir natürlich mit diesem touristischen Push auch wieder dafür sorgen können, dass Arbeitsplätze entstehen, dass der Wohlstand in unserem Land gesichert ist, dass Wirtschaftswachstum passiert.“ Im Tourismus sei man mit Tunkel und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Gucher nun „perfekt aufgestellt“. Wer in ihm nur den „Berufsjugendlichen“ sehe, kenne ihn nicht wirklich, merkte Tunkel an. Zum „Anzugträger“ werde er aber auch in seinem neuen Job nicht werden, auch politische Statements werde man von ihm nicht hören. Er glaube, dass er für diesen Job „die richtige Mischung“ mitbringe: Er verfüge über Tourismuskompetenz, unternehmerisches Denken, Innovationsgeist, Führungsqualität, Überzeugungskraft – und er sei Burgenländer. Aus seiner Garage in Grafenschachen habe er ein Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern aufgebaut. „Wir haben Hunderttausende Reisen abgewickelt“, mit Weltmarken als Partnern, blickte der Splashline-Gründer zurück.
Kritik seitens der ÖVP Die Landes-ÖVP ortete nach der Präsentation von Tunkel als neuem Chef des Burgenland Tourismus „Freunderlwirtschaft“ bei der Besetzung des Postens, so Klubobmann Markus Ulram. Die Ausschreibung sei auf ihn maßgeschneidert gewesen. Man habe Vorgänger Hannes Anton „aus parteipolitischen Gründen abmontiert“. Die SPÖ Burgenland wies die Kritik zurück, Tunkel sei „ein europaweit bekannter und erfolgreicher Tourismusmanager“. (APA/red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL