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„Wir begeistern uns für Innovationen – täglich” © Mag. Stefan Beiganz
© Mag. Stefan Beiganz

Redaktion 13.05.2022

„Wir begeistern uns für Innovationen – täglich”

Markus A. Zettl, promovierter Wirtschaftswissenschaftler und ­Geschäftsführer Conrad Electronic Österreich, über aktuelle Trends.

Conrad Electronic gilt als zentrales Drehkreuz für Sortimente und Services im Bereich der Technik- sowie Elektronik-Distribution und bietet dabei seiner Kundschaft optimierte Beschaffung aus einer Hand. Über die aktuellen Trends bei ­Conrad ­Electronic berichtet Markus A. Zettl, Geschäftsführer von ­Conrad ­Electronic ­Österreich, im medianet-Interview.


medianet: Was genau bedeutet eigentlich der Begriff ‚­Conrad Sourcing Platform'?
Markus A. Zettl: Mit der ­Conrad Sourcing Platform bieten wir unseren Geschäftskunden individuelle Lösungen, um ihre gesamten Beschaffungsprozesse deutlich effizienter zu gestalten.

Anstatt der Notwendigkeit, den technischen Betriebsbedarf bei einer Vielzahl unterschiedlicher Anbieter zu beschaffen, bieten wir mit unserem ‚One-Stop-Shopping'-Konzept den Zugang zu Millionen von Produktangeboten und einer Vielzahl an Dienstleistungen.
Gleichzeitig wollen wir als kompetenter Partner unsere Kunden dabei unterstützen, unnötige Kosten im Zuge des Beschaffungsprozesses zu vermeiden.


medianet:
Welche Rolle spielt ­Conrad ­Electronic mit seinen individuellen Lösungen und digitalen Services für die Beschaffungsbranche?
Zettl: Die Digitalisierung der Beschaffungsprozesse und somit die Fähigkeit, die Prozesskosten innerhalb der Lieferketten zu reduzieren, sind in den letzten Jahren für Unternehmen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden.

Wir möchten mit unserer ­Conrad Sourcing Platform als zuverlässiger und technisch versierter Partner dazu beitragen, dass unsere Geschäftskunden von der Digitalisierung profitieren und dabei nicht von ihrem gewohnten Standard abweichen müssen, wenn sie mit ­Conrad ­Electronic als Lieferant zusammenarbeiten.


medianet:
Könnten Sie uns ein Beispiel nennen?
Zettl: Wir können beispielsweise auch kleineren Unternehmen, die aktuell noch kein eigenes ERP-System besitzen, mit unserem browserbasierten ­Conrad Smart Procure ein erstes digitales Einkaufssystem unkompliziert und kostenlos zur Verfügung stellen.

Am anderen Ende der Skala können wir unsere Industrie- und Großkunden, die bereits Kompetenzen und Erfahrungen im E-Procurement haben, mittels eKatalogen, OCI (Open Cataloge Interfaces) oder EDI- und API-Schnittstellen schnell an die ­Conrad Sourcing Platform anbinden.
Unabhängig vom Digitalisierungsgrad unserer Kunden ist es stets unser Ziel, ihnen einfache, schnelle und umfassende Lösungen anzubieten, damit sie sich auf ihre eigentlichen Kerntätigkeiten konzentrieren können.


medianet:
Was unterscheidet ­Conrad ­Electronic von anderen Plattformen der Branche?
Zettl: Bei ­Conrad sprechen unsere Profis mit Ihren Profis. Wir beraten unsere Kunden mit technischem Fachwissen auf Augenhöhe.

Wir bieten hochwertige Sortimente, bestehend aus Millionen von eigens beschafften Produkten und Angeboten ausgewählter Hersteller und Lieferanten. Ergänzende Dienstleistungen, wie beispielsweise die Sonderbeschaffung von Kleinstmengen, ein Kalibrierservice für Messgeräte, unser Kabel-Konfigurationsservice oder auch die Auftragsfertigung für kundenspezifische Modelle, runden unser Angebotsportfolio ab.


medianet: Was ist das Erfolgsrezept hinter ­Conrad?
Zettl: Die Stärken von ­Conrad waren schon immer in seiner Tradition und Innovationskraft begründet. Die starken Wurzeln und Werte eines Familienunternehmens, gepaart mit einem außergewöhnlichen Pioniergeist und unserem Verständnis von ‚Innovate or Die'.

Gleiches gilt für unsere Führungskräfte und Mitarbeiter. Auf der einen Seite bilden unsere Angestellten, die häufig schon Jahrzehnte für das Familienunternehmen tätig sind, unsere Basis für Know-how und Kompetenz. Auf der anderen Seite sind es oftmals die neuen Führungskräfte und Mitarbeiter, die unsere Überzeugungen und den Status quo infrage stellen und somit neue Lösungswege aufzeigen.


medianet:
Wie geht ­Conrad mit dem Thema Nachhaltigkeit um?
Zettl: Bei ­Conrad erkennen wir die Dringlichkeit von verantwortungsvollem Handeln und setzen uns aus diesem Grund bereits seit Jahren aktiv für das Thema der Nachhaltigkeit ein. Es kann und darf nicht sein, dass wir unseren Kindern und Enkeln einen Planeten hinterlassen, auf dem ein Leben, wie wir es heute kennen, nicht mehr möglich ist.

Jedoch sind die Wertschöpfungsprozesse und Lieferketten oftmals sehr komplex, global vernetzt und teilweise in der Gesamtheit den Händlern nicht komplett bekannt.
Bei den Produkten, die wir selbst herstellen lassen, konnten wir bereits die Verwendung von schadhaften Stoffen komplett ausschließen, was konkret bedeutet, dass unsere ­Conrad-Marken bereits seit Jahren RoHS-konform sind (‚Restriction of Certain Hazardous Substances', ‚Richtlinie zur Beschränkung gefährlicher Stoffe' in Elektro- und Elektronikgeräten. Verankert ist diese Beschränkung in der EU-Richtlinie 2011/65/EU, Anm.). Darüber hinaus haben wir den Anteil von Kunststoffen im Verpackungsmaterial erheblich reduziert; im Detail streben wir bei den ­Conrad-Marken kunststofffreie Verpackungen bis 2025 an.
Bei den Produkten, die wir von Markenherstellern beziehen, sind wir im ständigen Austausch mit unseren Lieferanten, um gemeinsam positiv auf die Umweltbilanz der gesamten Wertschöpfungskette einzuwirken. Das bedeutet, dass wir bereits bei der Auswahl unserer Lieferanten und auch bei der Auftragsvergabe den Faktor Nachhaltigkeit als gewichtiges Kriterium für unsere Entscheidung einfließen lassen.
Weitere und nicht zu unterschätzende Bestandteile zur Förderung der Nachhaltigkeit sind auch unsere Kooperationen im Bereich der Maker und die aktiven Partnerschaften mit Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen, denn dort werden die technischen Fachkräfte und Ingenieure der Zukunft ausgebildet.
Wir bei ­Conrad sehen unser übergeordnetes Ziel, welches aktuell oftmals als Purpose beschrieben wird, in der Befähigung von Menschen, eine bessere Zukunft mittels technologischer Innovationen zu gestalten. Um die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen, benötigen wir neuartige technologische Ansätze und Lösungen.
Wir bei ­Conrad ­Electronic möchten daher als Ausstatter unseren Beitrag leisten und den Technikern und Ingenieuren die Basis und das Handwerkszeug für ihre Arbeit bieten.


medianet:
Wie sehen bei ­Conrad die Pläne für die Zukunft aus?
Zettl: Ich sehe eine sehr positive Zukunft für ­Conrad ­Electronic. Das Wichtigste dabei ist, dass wir unseren Kunden auch weiterhin einen echten Mehrwert bieten können und dass wir unser zukünftiges Tun und Handeln an deren Bedürfnissen orientieren.

Ein Großteil unserer Geschäftskunden hat neben der zentralen Rolle von wettbewerbsfähigen Preisen, der Verfügbarkeit und schnellen Lieferzeiten bereits weitere Entscheidungsfaktoren für ihre Beschaffung definiert. Sie wollen und können die gestiegenen Komplexitäten und Aufwendungen im Unternehmen nicht mehr selbsttätig abbilden und benötigen hierzu einen kompetenten Partner.
An dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Durch unseren Ansatz ‚Einfach–Schnell–Umfassend', können wir – mittels digitaler Integration in die Beschaffungsprozesse unserer Kunden – im Gegensatz zu anderen Lieferanten, die ausschließlich den Preis in den Vordergrund stellen, genau diesen Mehrwert bieten.
Mit der Entwicklung und dem Ausrollen der ­Conrad Sourcing Platform in Europa haben wir eine gute Basis geschaffen. Wir werden weiterhin konzentriert und gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern an kundenspezifischen Prozessen und Lösungen arbeiten, um die größtmögliche Relevanz sowohl bei unseren Bestands- als auch Neukunden zu erreichen.
Wir begeistern uns für Innovationen und stellen es täglich aufs Neue unter Beweis, getreu unserem Motto ‚Change is our Destiny'.

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