WIEN. Die Produktionserhöhungen der Opec+ lassen keine Zweifel an einem größeren Angebotsüberschuss aufkommen, sagt Fabian Laminger von Raiffeisen Research.
Halten die Ölpreise dem Druck weiter stand, dürfte der eingeschlagene Kurs zur Rückgewinnung von Marktanteilen auf Kosten der preiselastischen US-Schieferölproduzenten fortgesetzt werden. Die daraus resultierende Wiederherstellung des Marktgleichgewichts könnte Saudi-Arabien schon zeitnah wieder die strategische Oberhand über den Ölmarkt bescheren.
Erst teurer – dann billiger
„Wir halten daher an unserem Basisszenario fest, passen unsere Preisprognose jedoch an die veränderte Datenlage an“, so Laminger. „Wir halten an unserem Basisszenario fest, dass Saudi-Arabien eine rationale Strategie ohne Preiskrieg verfolgt. In Anbetracht der veränderten Datenlage passen wir jedoch unsere Preisprognose an. Dabei verschieben sich unsere Erwartungen etwas in die Zukunft. Nach einem durchschnittlichen Brent-Preis von 62 US-Dollar pro Barrel (+5 USD/b) im vierten Quartal 2025 prognostizieren wir einen Preisrückgang auf 56 US-Dollar (–4 USD/b) im Jahr 2026“, sagt der Raiffeisen Research-Analyst. (rk)
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