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Innovationsführer liefert Rekordergebnis © Josko
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Helga Krémer 23.03.2018

Innovationsführer liefert Rekordergebnis

Josko-CEO Johann Scheuringer und CFO Thomas ­Litzlbauer über Marktführerschaft und Soft Skills.

••• Von Helga Krémer

Das oberösterreichische Traditionsunternehmen konnte – wie bereits vergangenes Jahr – hervorragende Zahlen präsentieren. Seine Spitzenposition im Segment Holz/Alu-Fenster sicherte Josko durch eine Erhöhung des Marktanteils auf 16,5% und ist damit schon seit 18 Jahren Marktführer in diesem Bereich. Wenn der Innovationsführer nun auch noch das „selbst-putzende” Fenster erfinden könnte – die Weltmarktführerschaft wäre ihm nicht zu nehmen.

Gesundes Wachstum

Die aktuelle Auftragslage sei erfreulich, heißt es beim oberösterreichischen Fenster- und Türenspezialisten, auf den großen Bau- und Wohnmessen habe man steigendes Interesse an Josko erkennen können. „Josko setzt weiterhin auf ein gesundes Wachstum in den Kernmärkten Österreich und Deutschland. Viel Augenmerk liegt auf dem weiteren Ausbau des hochwertigen Smart Mix-Produktsortiments und der Entwicklung neuer Produktinnovationen, um so die Innovationsführerschaft auszubauen und international neue Märkte zu erschließen”, gibt Josko-CEO Johann Scheuringer Einblick in die Ausrichtung des Geschäftsjahrs 2018.

Kurzer Rückblick

Vor zwei Jahren folgte Johann Scheuringer seiner Schwester Christa Wagner als CEO und Mehrheitseigentümer nach; seine Devise damals: „Unsere Stärken: Eigenständigkeit, Qualität, Innovationskraft und Kontinuität konzentrieren und diese Stärken weiter stärken. Dafür lieber langsamer und organisch aus eigener Kraft wachsen. Das ist der Kurs, den ich vorgebe, und der Weg, den wir mit Josko in den nächsten Jahren gehen werden.”

Ein Kurs, der nun nachhaltigen Erfolg zeitigt: Hatte die Josko Fenster & Türen GmbH mit ihren Werken in Kopfing und Andorf bereits in der ersten Bilanz seiner Ära vor einem Jahr einen Rekordumsatz von 133 Mio. € hingelegt, waren es im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 138 Mio. € – ein Plus von knapp vier Prozent. Was die wirtschaftliche Stabilität von Josko anlangt, so sprechen die Zahlen für sich: Die Eigenkapitalquote stieg von 40 auf über 45%.
Jedoch sei der Erfolg nicht ausschließlich auf Scheuringers Kurs zurückzuführen. Die allgemeine Konjunkturbelebung am Bau in Österreich, Vertriebserfolge in Süddeutschland (+ 7%) sowie die Alleinstellung durch die Josko Smart Mix-Philosophie haben auch ihr Schärflein beigetragen. Auch nicht unerheblich: Mit der vollständigen Integration des langjährigen Sonnenschutzpartners Eurosun in die neue Scheuringer Gruppe von CEO Johann Scheuringer mit den beiden Unternehmen Josko Fenster & Türen GmbH und Eurosun a. s. erzielte die Scheuringer Gruppe 2017 mit 900 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 150 Mio. €.

Heiß umkämpfter Markt

Mit 16,5% Marktanteil hat Josko – wieder einmal – dazugewonnen und den Abstand gegenüber den stärksten Mitbewerbern weiter ausgebaut. Im österreichischen Fenster-Gesamtmarkt ist Josko mit stabilen 10,6% seit Jahren eine Fixgröße – ebenso bei Kunststofffenstern (11,1%) und bei Haustüren (11,6%). Europaweit hat Josko eine Führungsposition in der Kategorie Hebeschiebetüren und Ganzglas-Systeme inne; hier gilt das Unternehmen seit jeher als Innovations- und Impulsgeber der Branche. „Insgesamt eine erfreuliche Entwicklung für uns bei Josko, die überwiegend dem privaten Wohnbau zu verdanken ist”, freut sich Scheuringer.

Die Exportquote beträgt aktuell stabile 20%. Vor allem in Deutschland, dort wiederum in Bayern, erzielte der Fenster- und Türenbauer ein Umsatzplus von sieben Prozent. In den Gebieten Baden-Württemberg und Hessen fiel das Wachstum zweistellig aus. Auf den übrigen internationalen Märkten liegt der Export etwas unter 2016 – Grund dafür sind allerdings zeitliche Verschiebungen im Projektgeschäft.

„Stärken stärken”

„Jeden Tag ein bisschen besser werden, indem wir unsere Stärken stärken”, lautet ein Josko-Credo. Daher beginnt heuer die bisher größte Initiative in der Führungskräfte- und Mitarbeiterentwicklung, erklärt Josko-CFO Thomas Litzlbauer, ebenso für Organisation und Personal im Unternehmen verantwortlich: „Wir wollen im Rahmen eines umfangreichen Organisationsentwicklungsprojekts nicht nur für unsere Mitarbeiter Entwicklungsmöglichkeiten im Job erweitern, wir wollen in der Region und darüber hinaus kommunizieren, was Josko als Arbeitgeber attraktiv macht. Denn Oberösterreich hat nicht nur Metall- und Maschinenbauer als Vorzeigeunternehmen zu bieten.” Das Unternehmen verfügt über eine eigene Akademie – eine Verbindung von betriebsinternen Schulungen mit externen Seminaren –, deren Angebot 2018 ausgeweitet wird.

Digitales & Ausblick

Dass man nicht nur Fenster und Türen „kann”, zeigt sich in der digitalen Kommunikation: Das oberösterreichische Unternehmen ist Branchenführer auf allen digitalen Kanälen:

In der Altersgruppe der unter 30-Jährigen hat Josko die größte Markenbekanntheit in Österreich. Die Steigerungsraten im Online-Bereich zeigen die Stärke im digitalen Marketing: Von 2008 bis 2018 hat sich die Zahl der Zugriffe auf der Webseite josko.at mehr als vervierfacht – von rund 200.000 auf rund 850.000. Im Vergleich zu 2016 gab es ein Plus von 13%. Auf Facebook und Instagram ist Josko mit der höchsten Fananzahl und Interaktionsrate europaweit die Nummer 1 innerhalb der Branche.
Wie geht’s mit Josko weiter? Wohin führt der Weg? „Die Herausforderung ist, individuelle Kundenwünsche bei hohem industriellen Standard zu erfüllen”, meint Scheuringer. „Das hat schon lange nichts mehr mit einer klassischen Tischlerei zu tun. Wir bewegen uns im Zeitalter der digitalen Transformation. Gleichzeitig ist es für uns wichtig, auch handwerkliche Präzision zu halten – nur so können wir die ­Josko-Qualität sicherstellen.”

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