HEALTH ECONOMY
11.000 Sitzbänke für Krankenkasse © Michael Bode

Jochen Joachims von Braun freut sich, dass seine Unternehmensgruppe die europaweite Ausschreibung gewinnen konnte.

© Michael Bode

Jochen Joachims von Braun freut sich, dass seine Unternehmensgruppe die europaweite Ausschreibung gewinnen konnte.

23.10.2015

11.000 Sitzbänke für Krankenkasse

Großauftrag für den burgenländischen Möbelhersteller Braun: Die Firma möbliert rund 400 Geschäftsstellen der Krankenkasse Barmer GEK in Deutschland bis Ende 2018.

••• Von Ina Karin Schriebl

EISENSTADT. Beim burgenländischen Möbelhersteller Braun freut man sich über einen Großauftrag aus dem Gesundheitswesen, der über die deutsche Muttergesellschaft, Schneeweiss AG, kam: Im Zuge der Möblierung von rund 400 Geschäftsstellen der Krankenkasse Barmer GEK in Deutschland sollen bis Ende 2018 in Lockenhaus rund 11.000 Sitzbänke, Sitzpolster, Rückenpolster und Polsterplatten gefertigt und montiert werden.

Die nachhaltige Qualitätsarbeit des im Burgenland angesiedelten Möbeldesigners Braun Lockenhaus scheint gefragter denn je: Für den Großauftrag von der deutschen Krankenkasse Barmer GEK werden in Lockenhaus die Untergestelle aus geöltem Eichenholz sowie die dazu gehörenden Sitz- und Rückenpolster produziert.

Grünes und Türkises

Der burgenländische Möbelhersteller ist aber nicht nur für die gesamte Konstruktion der Sitzmöglichkeiten verantwortlich; auch die Polsterplatten für die Wände der Barmer GEK-Gebäude werden bei Braun gefertigt. Die Sitzmöglichkeiten werden ein zentrales, eigenständiges Element in den Räumen der Barmer GEK darstellen und sind in den Farben Grün und Türkis gehalten. Der Auftragswert über die Dauer des Rahmenvertrages beläuft sich auf rund 1,4 Mio. €.

Der Geschäftsführer von Braun Lockenhaus, Jochen Joachims, freut sich, dass seine Unternehmensgruppe die europaweite Ausschreibung gewinnen konnte: „Unsere hohe Fertigungstiefe von 76 Prozent macht es möglich, ein Projekt dieser Größenordnung firmenintern umzusetzen. Der Barmer-Auftrag ist für uns hier im Burgenland eine hervorragende Möglichkeit, unser Können und unsere Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.”

Großes Firmengeflecht

Dass das burgenländische Unternehmen zum Zug gekommen ist, verdankt es seiner internationalen Ausrichtung und seiner vernetzten Firmenstruktur. Die deutsche Schneeweiss AG Interior mit Sitz im Schloss zu Schmieheim vereint die Objektmöbelhersteller Hiller Objektmöbel (im deutschen Kippenheim) und Braun Lockenhaus (im Burgenland), die auf Loungemöbel und Lobby Items sowie auf professionellen Innenausbau spezialisierte Designmanufaktur Rosconi (ebenfalls in Kippenheim), die Werbeagentur Atelier Schneeweiss (im deutschen Schmieheim) und die Spedition Widra Logistik (im deutschen Ettenheim) unter einer Marke. Damit deckt sie den gesamten Interior-Bereich von Retail- und Storedesign über Produktentwicklung und Serienherstellung bis hin zu Auslieferung und Montage ab – ein Vorteil für Großkunden, ist man im Unternehmen überzeugt.

Lange Tradition in Österreich

Dennoch, betont Joachims, die Eigenständigkeit der österreichischen Firma: Kommerzialrat Johann Braun gründete das Unternehmen im Jahr 1921 am Fuße der Burg Lockenhaus.

Waren es zuerst vor allem Schulmöbel, so spezialisierte sich die Firma ab 1975 auf Sitzmöbel und Tische aus Vollholz, Bugholz, Holzlaminaten und Stahlrohr. Es wird der gesamte Objektbereich in Österreich beliefert. Der Betrieb, zu dessen Kunden beispielsweise das „21er Haus”, das „Schloss Esterhazy” und das „Kultur Kongress Zentrum” in Eisenstadt, der Flughafen Wien, die Restaurants „Lugeck”, „Fabios” sowie das „Congress-Schladming” zählen, beschäftigt aktuell 58 Mitarbeiter, sagt Joachims..

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