HEALTH ECONOMY
Gesundheits-Boom © PantherMedia/everythingposs

Big Data und Künstliche Intelligenz werden die Gesundheitsindustrie in den kommenden Jahren kräftig pushen.

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Big Data und Künstliche Intelligenz werden die Gesundheitsindustrie in den kommenden Jahren kräftig pushen.

Karina Schriebl 23.02.2018

Gesundheits-Boom

Neue Technologien lassen den weltweiten Gesundheitsmarkt 2018 auf zwei Billionen US-Dollar anwachsen, sagt eine Studie.

••• Von Karina Schriebl

WIEN/FRANKFURT. Trotz politischer Bedenken und dem wachsendem Druck, die Gesundheitskosten zu senken, wird die Health Economy in diesem Jahr eine robuste Wachstumsrate von 4,82% verzeichnen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Beratungsgesellschaft Frost & Sullivan mit dem Titel „Global Healthcare Industry Outlook 2018”, die nun veröffentlicht worden ist. Motor werden vor allem neuen Technologien sein.

Höhere Ausgaben

Das Mandat eines europäischen digitalen Binnenmarkts wird dafür sorgen, dass die bisher aufgeschobene Gesundheitspolitik wieder neu aufgerollt wird, wodurch sich die Sozialausgaben erhöhen und die derzeitigen drei Prozent der Gesundheitsbudgets überschritten werden. Länder wie Deutschland, Österreich, Niederlande, Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland, die bereits eine weiter entwickelte IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen etabliert haben, werden moderne Healthcare-IT-Anwendungen einsetzen, um Gesundheitsinformationen gemeinschaftlich nutzen zu können und dementsprechend die Investitionen in Terminologienormung und in klinische Standards zu intensivieren.

„Auch wenn es im vergangenen Jahr zu außergewöhnlichen Fortschritten im Gesundheitswesen kam, bleibt 2018 doch das Jahr der digitalen Gesundheitstechnologien, wie Künstliche Intelligenz (KI), das Internet der Dinge in der Medizin, Big Data Analytics und Robotertechnik”, erklärt Frost & Sullivan Transformational Health Industry Analyst Kamaljit Behera.

EMA-Umsatz als Bremse

Negativ auf die Branche auswirken könnte sich der Umzug des Hauptsitzes der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) nach Amsterdam sowie die Verschiebung von 20% der Arbeitsbelastung von der britischen Arzneimittelbehörde MHRA. Das werde den Genehmigungs- und Anmeldeprozess für neue Medikamente und Geräte verlangsamen. Trotz der erwarteten positiven Konjunkturaussichten für Europa würden die Regierungen weiterhin versuchen, die Kosten zu senken, ist Frost & Sullivan überzeugt. Auch Cyber-Angriffe könnten das Gesundheitswesen treffen.

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