HEALTH ECONOMY
Krebsprävention © APA / dpa / Wolfram Kastl

Nach wie vor gehört Krebs in Europa zu den häufigsten Todesursachen. Jetzt läuft eine Kampagne gegen Hautkrebs.

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Nach wie vor gehört Krebs in Europa zu den häufigsten Todesursachen. Jetzt läuft eine Kampagne gegen Hautkrebs.

Redaktion 17.06.2022

Krebsprävention

Krebshilfe und Dermatologie-Gesellschaft setzen einen aktuellen Schwerpunkt auf Sonnenschutz am Arbeitsplatz.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Knapp fünf Prozent aller krebserkrankten Menschen in Österreich leiden an Melanomen der Haut, Tendenz steigend. 2019 wurden insgesamt 631 Verdachtsfälle einer beruflich bedingten Hauterkrankung gemeldet, wie die Krebshilfe nun bekannt gegeben hat. 80 % davon kommen aus sieben Berufsgruppen: Friseur-, Metall-, Heil- und Pflege-, Nahrungsmittel-, Bau-, Reinigungs- und Malerberufe. Immer öfter sind junge Arbeitnehmer nach kurzer Expositionszeit davon betroffen.

Fokus auf Prävention

Die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie setzen seit 34 Jahren im Rahmen ihrer Aktion „Sonne ohne Reue” auf konsequente Information über Hautkrebs-Vorsorge und Früherkennung. Die neue Broschüre „Sonne ohne Reue” liegt kostenlos bei allen Apotheken auf. Aktuell setzt eine Kampagne im diesjährigen Monat der Hautgesundheit den Schwerpunkt auf Sonnenschutz am Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Aktionstages auf dem ÖBB Zentral-Verschiebebahnhof erhalten die Beschäftigten Hautchecks und Beratungen zum richtigen Schutz vor UV-Strahlen am Arbeitsplatz.

Nach wie vor gehört Krebs in Europa mit zu den häufigsten Todesursachen. „Problematisch ist, dass viele Krebserkrankungen erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt werden und dadurch die Prognose des Krankheitsverlaufs verschlechtert wird. Dabei kann der regelmäßige Gang zur Vorsorgeuntersuchung helfen, Krebs so früh wie möglich zu diagnostizieren. Herrscht Klarheit, stellt die pharmazeutische Industrie eine Fülle von modernen Therapiemöglichkeiten bereit, um Erkrankte behandeln zu können”, sagt auch Alexander Herzog, Generalsekretär des Branchenverbands Pharmig.

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