HEALTH ECONOMY
Marinomed-IPO fix © Marinomed

Nach der Themis Bioscience plant nun mit Marinomed-CEO Andreas Grassauer die zweite Biotechfirm einen Börsengang.

© Marinomed

Nach der Themis Bioscience plant nun mit Marinomed-CEO Andreas Grassauer die zweite Biotechfirm einen Börsengang.

Redaktion 09.11.2018

Marinomed-IPO fix

Die Biotechfirma Marinomed geht an die Börse. Geplant ist die Ausgabe von ausschließlich neuen Aktien in Wien.

••• Von Karina Schriebl

WIEN. Die 2006 gegründete Wiener Biotech-Firma Marinomed peilt nun fix einen Börsengang in Wien an. Das Unternehmen entwickelt wie berichtet mit einer eignen Technologieplattform vielversprechende Therapien für Allergie-, Atemwegs- und Augenerkrankungen. Die Altaktionäre – darunter als größte die Acropora Beteiligungs GmbH (33,29%) im Eigentum der saudischen Familie Al Sheikh sowie CEO Andreas Grassauer und Eva Prieschl-Grassauer mit je 12,89% – wollen an Bord bleiben.

Prime Market in Wien im Visier

Der Börsengang soll ausschließlich über die Ausgabe neuer Aktien erfolgen. Geplant sind ein öffentliches Angebot an Privatanleger und institutionelle Anleger im Prime Market der Börse Wien sowie eine Privatplatzierung außerhalb Österreichs an ausgewählte institutionelle Anleger, auch in den USA. Das Angebot wird ausschließlich aus neuen Inhaberaktien der Marinomed bestehen. Marinomed hat bisher über 30 Mio. € Eigenkapital und nicht verwässernde Finanzmittel aufgenommen.

Derzeit werden sechs Produkte zur Behandlung von Virusinfektionen der Atemwege vermarktet, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Hergestellt werden sie über externe Produzenten, verkauft über Vertriebspartner. Der Umsatz lag zuletzt bei 4,8 Mio. €.

Spezielle Technologie

Außerdem hat Marinomed eine Technologie entwickelt, um die Löslichkeit von Wirkstoffen zu verbessern. Ein Produkt zur Behandlung von allergischer Rhinitis befinde sich in der Phase III der klinischen Studien, ­Ergebnisse soll es Mitte 2019 geben.

Weltweit seien 40% der zugelassenen Medikamente und fast 90% der Moleküle, die sich derzeit in der Forschungspipeline befinden, schlecht wasserlöslich und könnten daher von dem Verfahren des Unternehmens (Marinosolv) profitieren, heißt es in der Aussendung.
Erst vor wenigen Tagen hat die Wiener Biotech-Firma Themis Bioscience einen Börsengang in Amsterdam angekündigt, der 35 bis 55 Mio. € einbringen soll. Mit dem Emissionserlös soll ein Impfstoff gegen das Chikungunyafieber weiterentwickelt werden.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL