HEALTH ECONOMY
Mehr Pensionisten

PVA-Generaldirektor Winfried Pinggera ist stolz darauf, dass die Beiträge der Versicherten den Großteil der Pensionen decken.

PVA-Generaldirektor Winfried Pinggera ist stolz darauf, dass die Beiträge der Versicherten den Großteil der Pensionen decken.

Redaktion 02.10.2020

Mehr Pensionisten

Die Zahl der Pensionsbezieher ist 2019 um 1,3% auf 1,98 Mio. gestiegen. Das meldet die Pensionsversicherung.

••• Von Katrin Pfanner

WIEN. Mit durchschnittlich 1,98 Mio. Pensionisten pro Monat stieg die Zahl der ausgezahlten Pensionen in Österreich im Jahr 2019 um rund 25.000 oder 1,3%. Gleichzeitig hat sich im vergangenen Jahr die Zahl der Pflichtversicherten erhöht: Mehr als 3,46 Mio. Menschen waren 2019 pflichtversichert, das ist ein Anstieg um 1,9% gegenüber dem Jahr davor. Das geht aus dem Jahresabschluss der Pensionsversicherungsanstalt hervor.

Bund muß weniger zuzahlen

Der Bundesbeitrag betrug im Vorjahr 3,707 Mrd. €. Damit gab es eine Verringerung von 63 Mio. € gegenüber dem Jahr 2018. Dies liegt an der positiven Entwicklung der Beitragseinnahmen, die aufgrund der guten wirtschaft­lichen Entwicklung im Jahr 2019 um 5,3% gegenüber dem Jahr 2018 gestiegen sind.

Insgesamt betrugen die Gesamtaufwendungen der PVA im Vorjahr 39,5 Mrd. €. Der größte Teil mit 33,095 Mrd. € entfiel dabei auf die Aufwendungen für Pensionen. Die Beiträge der Versicherten machten im selben Zeitraum 32,893 Mrd. € aus. Der überwiegende Teil der Pensionsausgaben konnte also durch die Beiträge der Versicherten selbst abgedeckt werden.
Die durchschnittliche Pensionshöhe aller Pensionen ist im vergangenen Jahr um knapp 40 € gestiegen und betrug 1.195,41 €. Weiterhin hoch ist allerdings der Unterschied zwischen der Höhe der Pensionen von Frauen und Männern: Während die durchschnittliche Pension 2019 bei Männern 1.555,28 € betrug, lag diese bei Frauen bei 973,24 €. „Man kann hier nur eindringlich vor der Falle Teilzeitarbeit warnen, die einen starken Einfluss auf die spätere Pensionshöhe hat”, erläutert Generaldirektor Winfried Pinggera.

Geringer Verwaltungsaufwand

Wie auch schon 2018, blieb der eigene Verwaltungsaufwand auf niedrigem Niveau, teilt die PVA mit. Dieser betrug im Jahr 2019 exakt 0,79% des Gesamtaufkommens. „Damit zeigt die PVA, dass es ein sparsames und effizientes System ist, das die Gelder in Leistungen für Versicherte und Pensionistinnen und Pensionisten investiert”, betonen Generaldirektor Pinggera und der geschäftsführende Obmann Andreas Herz.

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